Bergens Jugendliche sorgen für Furore

Zarte Girls und heisse Rocker

Rock aus Rügen macht von sich reden. Die heißen Rhythmen von der Sonneninsel schallen sogar ins ferne Berlin und haben dort die Alt-Stars der DDR-Kultband Puhdys fasziniert!
So schafften die Real-Schul-Rocker von Unthinkable und ihre Kollegen von RÜGfall das fast Undenkbare: Sie durften als Vorgruppe der Puhdys den „Großen Alten Herrn“ des gepflegten DDR-Rocks mal ganz nahe sein.
Noch nicht ganz soweit sind die Freaks. Dafür sind sie, was in der Welt der Pop-Musik sehr ungewöhnlich ist, fest in weiblicher Hand.
Tina Börner, 16, spielt Gitarre, sorgt für die Organisation und ist so etwas wie die „Bandleaderin“. Auch wenn sie selbst den Begriff gar nicht mag. Auf der Bühne stehen ohnehin Frances Behm, 15, und Maria Rebal, 16, im Rampenlicht. Schließlich sind sie die Sängerinnen. Wild über die Tasten wirbelt Keyboarderin Suzann Piezouna, 15. Unterstützt werden die vier Mädchen von Guido Vogt, 15 am Bass und Andreas Pfeiffer, 14, der das Schlagzeug bearbeitet. Mit insgesamt fünf Bands gibt sich die Realschule als echte Talentschmiede – teilweise sogar für die etwas Älteren. Die spielen beispielsweise bei RÜGfall, die als gemischte Eltern-Schüler-Band für Furore auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, sorgen. Ungewöhnlich ist, dass mit Thomas Anske ausgerechnet ein nüchterner Naturwissenschaftler sich den harten Rhythmen verschrieben hat. Denn der Mathematik- und Physiklehrer ist zusammen mit Sozialkunde- und Musiklehrerin Monika Briese in der Realschule der Anlaufpunkt für Jung-Musiker.
Zu sehen sind die Bands bei diversen Auftritten. Wer die schwierige Frage lösen will, ob „Freaks“, „Unthinkable“, „Contrive“, „No Name“ oder „RÜGfall“ für ihn die besten sind, der kommt zum jährlichen „Rügenrock-Festival“. Hier stellen sich die Amateurbands der Insel vor. Neben den Gruppen aus der Realschule gibt es noch viele andere Musiker, die da auftreten. So spricht Matthias Arndt als Vorsitzender des Vereins „Klangvielfalt“ von zehn Bands, die in den Übungsräumen seines Vereins an ihren Instrumenten schuften. Eine davon ist übrigens überregional bekannt. Die Jungs von der Heavy-Metal und Hardrock-Band „Cor“ sind mittlerweile in ganz Nord- und Mitteldeutschland gefragt.

Die Freaks sorgen für heißen Rock.