Kunst in Papier & Stein
Angermünde hat sich einen Namen mit Kunst gemacht, weit über seine regionalen Grenzen hinaus. Steinskulpturen zieren das Ufer des Mündesees. Das Hartsteinsymposium in diesem Jahr wird weitere Werke hervorbringen. Besonders stolz sind die Angermünder außerdem auf ihren Ehrenbürger Ehm Welk. Wer kennt sie nicht, die Heiden von Kummerow?

Vielleicht weniger bekannt ist, daß Ehm Welk eine zeitlang zur See fuhr und auch als Journalist gearbeitet hat. Verdienste erwarb er sich beim Aufbau des Volkshochschulwesens in Mecklenburg, einer der Gründe für die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Greifswald im Oktober 1956.

Wir fragten Angermünder zu ihrem bekannten Schriftsteller. Und wie stehen sie der zeitgenössischen Kunst am Mündesee gegenüber?

Annemarie Rahmel (14), Schülerin
„Ehm Welk war Schriftsteller, Biesenbrower. In Angermünde gibt es ein Ehm Welk Museum. Da war ich schonöfter. Das ist recht interessant. Die Figuren am Mündesee finde ich gut. Sieht schön aus. Aber jetzt reicht es auch. Es stehen genug da.“

Matthias Feuer (18), Lehrling
„Ehm Welk sagt mir jetzt gar nichts. Die Figuren am Mündesee sind nett. Wenn man da langgeht, kann man sich das alles in Ruhe ansehen. Da kann man schöne Spaziergänge machen.“

Inge (61) und Günter (63) Kujawa, Rentner
„Ehm Welk ist unser Heimatdichter gewesen.
In Biesenbrow ist er großgeworden.Bei uns gibt es ein Museum für ihn. Die Steinfiguren sehen doch gut aus. Und es ist doch schön, wenn die Künstler ihre Werke zeigen können und die Öffentlichkeit sie sehen kann. Besser als wenn sie in den Ateliers oder Werkstätten stehen würden.“

Rosita Seibert (16), Schülerin
„Ehm Welk, oh. Er war ein Schriftsteller. Eine Schule wurde nach ihm benannt. Geboren wurde er in Biesenbrow. Die Figuren am Mündesee, also mich stören sie nicht. Aber man müßte mehr darüber wissen. Infotafeln mit Erklärungen wären schön.“

Wolfgang Rodebarth (65), Rentner
„Der Ehm Welk hat früher hier gewohnt, hat gute Bücher geschrieben. Wir haben hier ein Museum. So lange wie er gelebt hat, wurde ein Ehm Welk Stipendium vergeben. Die Feierstunde gibt es heute noch, ob es allerdings noch Geld gibt, weiß ich nicht.
Ja und die Skulpturen an der Seepromenade finde ich gar nicht schlecht. Aber es ist ein bißchen viel auf einer Stelle. Wir haben in Angermünde doch auch noch mehr Plätze, wo man sowas hinstellen könnte.“