Treffpunkt für Kamele!
Wer hätte das gedacht: In Angermünde treffen sich die Kamele der Welt. Ein Schelm, wer nun böses denkt, handelt es sich doch wirklich diesmal um die vierbeinigen Vertreter dieser Spezies! Schauplatz dieser seltenen „Zusammenkunft“ ist der städtische Tiergarten, der einzige Zoo in der Uckermark. „Wir können als einer der ganz wenigen Tierparks alle Kamelarten, die es auf der Welt gibt, ausgenommen Dromedare, präsentieren“, freut sich Tiergartenleiterin Sabine Lehmann.

Deshalb ist man besonders auf die nagelneue Vikunja-Anlage stolz. Erstmalig arbeitet der Tierpark an einem europäischen Zuchtprogramm mit, um diese vom Aussterben bedrohte Tierart, eine Wildform der Klein- oder Schafkamele, zu retten. Neben den Vikunjas und anderen Kamelen tummeln sich in der wunderschönen Freianlage auch Alpakas, Guanakos oder Trampeltiere.Publikumslieblinge sind allerdings die putzigen Totenkopfäffchen. „Wer möchte die nicht gerne kuscheln?

Doch Vorsicht, Reporter Klaus Zahn, der es sich nicht nehmen lassen wollte, mit den frechen Äffchen mal so richtig auf Tuchfühlung zu gehen, machte schlechte Erfahrung und vermißte anschließend neben dem Portemonnaie und Teilen der Kameraausrüstung manch andere diskreten Inhalte seiner Sakko-Innentaschen! Doch er nahm’s gelassen und war keineswegs bockisch, als es zu den Böcken unter den 250 Tieren ging.
Auf die ist Sabine Lehmann ebenfalls sehr stolz, handelt es sich doch um Sibirische Steinböcke, die es außer in Angermünde in Deutschland nur noch in der Lüneburger Heide und in Schwerin im Zoo gibt. Ein guter Grund zum Verwöhnen, dachte man sich in der Tiergarten-Leitung und spendierte ein nagelneues Gehege.

„Sehr kuschlig“, waren sich Julchen und Cäsar einig, und schon bald erblickte die kleine Julia als deutliches Zeichen erotischer Bocksprünge das Licht der Welt. Klar, daß man in Angermünde stolz auf diesen seltenen Zuchterfolg ist!

Sabine Lehmann ist mit ihren Schützlingen sichtbar per Du
Möglich wird dies alles nur, weil der Tiergarten vielfältige Unterstützung bekommt. Denn neben dem Engagement vieler Leute ist vor allem eine ganze Stange Geld vonnöten. Tausend Mark sind täglich im statistischen Durchschnitt für Futter, Unterhalt und Personalkosten nötig, davon werden 150 Mark aus Tierverkäufen und dem Eintrittskartenverkauf bestritten, der Rest sind Zuschüsse und Spenden.

Und um die kümmert sich Sabine Lehmann im Verbund mit einem Förderverein fast täglich. „Eine wichtige Rolle bei Sanierungen und Neuanlage von Gehegen spielt das Arbeitsamt, durch ABM-Stellen.“ Landkreis und Stadt helfen den Böcken und anderen Tiegarten-Bewohnern ebenso auf die Sprünge wie zahlreiche Sponsoren.

Die putzigen Äffchen setzten unserem Reporter ganz nett zu, während es bei Esels Nachwuchs gab. Was sagt wohl die Eule dazu?
Es handelt sich hier um einen Archiv-Eintrag.
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