In Bestensee sich wohl fühlen
Bestensee ist eine kleine attraktive Gemeinde vor den Toren Berlins mit 5135 Einwohnern. Von Hauptamtsleiterin Anett Hinzpeter wollten wir wissen, auf welchen Bereichen der Kommunalpolitik sich die Gemeinde besonders engagiert, damit sich die Großen und Kleinen Bestenseer so richtig wohlfühlen in ihrer Gemeinde.

Worum sorgt sich das Bestenseer Hauptamt?
Anett Hinzpeter: Hier auf dem Tisch im Hauptamt landet alles was mit Krippe, Kindergarten, Hort und Schule zu tun hat. Darüber hinaus sorgt sich das Hauptamt um die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde und unser Amtsblatt, das kostenlos jedem Einwohner von Bestensee zur Verfügung steht. Das Sozialamt gehört mit zum Hauptamt.

Wer sorgt sich um die jüngsten Bestenseer?
Anett Hinzpeter: Bei uns gibt es eine kommunale Kindertagesstätte, das Kinderdorf. Hier befinden sich die Krippe, der Kindergarten und der Hort. Gesorgt ist also für die Jüngsten und für Schüler bis zur sechsten Klasse. Das Kinderdorf wurde vor fünf Jahren neu gebaut. Zug um Zug wird versucht, sämtliche Kinder vom Krippen- bis zum Hortalter in das Kinderdorf mit zu integrieren. Im Moment ist es jedoch noch so, daß ein Teil der Hortkinder direkt in der Grundschule Räumlichkeiten nutzt. Durch den Rückgang der Kinderzahlen wird es uns in zwei, drei Jahren möglich sein, auch diese in unserem Kinderdorf zu betreuen.

Hauptamtsleiterin
Anett Hinzpeter
Sind die Kleinen dem Kindergartenalter entwachsen, wartet in den meisten Gemeinden der Schulbus und ein weiter Schulweg. Wie ist dies in Bestensee?
Anett Hinzpeter: Unsere Gemeinde verfügtüber eine eigene Grundschule. Sie steht seit Jahren auch Schülern des Nachbarortes offen. Das gleiche trifft für unsere Gesamtschule zu, also für die Klassen 7 bis 10. Weil in dieser Schulstufe freie Schulwahl besteht, kommen Kinder oftmals von weiter her nach
Bestensee. So haben wir etliche Schüler aus dem Amtsbereich Mittenwalde.

Was gehört zum Angebot der Ganztagsschule?
Anett Hinzpeter: Das mit bisher 2.028.00,- DM sanierte Schulhaus (wobei die Gemeinde einen Eigenanteil in Höhe von 1.514.00,- DM aufbrachte) ist täglich ab 7 Uhr geöffnet. In der einstündigen Mittagspause können neben dem Mittagsmenü vielfältige Freizeitangebote genutzt werden. Dienstags, mittwochs und donnerstags werden nachmittags mehrere Arbeitsgemeinschaften angeboten. Der größte Teil der schriftlichen Hausarbeiten wird hier ebenfalls erledigt. Dabei stehen Fachlehrer helfend zur Seite.

In Bestensee engagiert sich ein Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen. Worum geht es diesem konkret?
Anett Hinzpeter: Der freie Träger, den wir als Gemeinde natürlich unterstützen, unterhält ebenfalls Krippe, Kindergarten sowie Hort. In den Nachmittagstunden ist hier toll was los im Jugendfreizeitbereich. Für Schüler und Jugendliche verschiedenen alters werden hier ansprechende Programme geboten wie Kinderdisco oder Handarbeiten.

Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es darüber hinaus in Bestensee?
Anett Hinzpeter: Wir haben die verschiedensten Möglichkeiten der Sportfreizeit in sämtlichen Altersklassen. Wir stellen unseren Vereinen beide Turnhallen, also die der Grund- sowie der Gesamtschule kostenlos in den Nachmittagstunden bis spät abends bereit. Das hat sich in Bestensee ganz toll bewährt. Beide Hallen sind vollständig ausgelastet.

Welches kulturelle Angebot bietet sich in der Gemeinde?
Anett Hinzpeter: Unsere gastronomischen Einrichtungen präsentieren in den Abendstunden Tanz, Kabarett und Bowling. Wissensdurstigen steht unsere Bibliothek zur Verfügung. Eine Vielzahl von Festen und Feiern organisieren alljährlich sehr rührig unsere zahlreichen Vereine.

Was tut die Gemeinde für die Senioren?
Anett Hinzpeter: Innerhalb unseres Haushaltes stellen wir unseren Senioren Mittel zur Verfügung, die sie traditionell für Programme im Sommer und zur Weihnachtszeit nutzen. Darum sorgt sich der Sozialausschuß des Amtes. Darüber hinaus treffen sich die Senioren regelmäßig zu gemütlichen Kaffeerunden im Gemeindesaal.

Das Interview führte Reinhard Witteck