Ein Tag im "Gewirr der Kanäle"
Wer schon mal in Forst ist, sollte unbedingt mindestens einen Tag für einen Ausflug in den Spreewald reservieren. Hier findet sich eine in Mitteleuropa einzigartige Landschaft, gebildet durch die vielen Fließe der Spree. Ein Paradies für Paddler. Unsere Reporterin Diana Behrend wagte sich ins „Gewirr der Kanäle“, wie es Theodor Fontane nannte:
Wer das eigene Boot nicht mit hat, kann an vielen Stellen eines ausleihen. Und schon geht es los: Dabei gilt: Auch ohne ausführliche Karte kommt man gut voran: Zwar ist die Spree oftmals sehr verwinkelt und verzweigt und es gibt auch kleine Sackgassen. Doch die Hauptwege sind gut ausgeschildert. Beeindruckend ist schon die Uferbepflanzung. Das Schilf, das an vielen anderen Teichen und Seen auch vorzufinden ist, hat im Spreewald irgendwie eine ganz andere Wirkung.

Da am Wasser oft sehr hohe Laubbäume stehen, die an heißen Sommertagen den so notwendigen Schatten spenden, ist das von der Sonne einfallende Licht dann so gebrochen, daß die angestrahlten Stellen besonders stark leuchten und man gar nicht in der Lage ist, vorbeizuschauen. Dazu gesellen sich vielerorts leuchtende Seerosen und die gelbblühenden Teichmummeln und sorgen für einen bunten Blütenteppich. Bemerkenswert ist die Stille, die im Spreewald herrscht, obwohl sich hier in der Saison viele Touristen einfinden. Dennoch ist es möglich, auch die Tiere des Spreewaldes zu beobachten. Stockenten und die Blesshühner gackern frech herum, auch die Schwäne zeigen keinerlei Berührungsängste. Ungewöhnlich ist, daß man immer wieder auf sonst eher seltene und scheue Graureiher trifft.

Der fühlt sich hier besonders wohl, weil es ganz viel zu essen gibt. Und was genießt der Graureiher am liebsten? Richtig – Frösche! Und daß es im Spreewald Frösche gibt, ist wirklich nicht zu überhören. Man kann sie zwar nicht sehen, meistens jedenfalls, aber sie machen lautstark auf sich aufmerksam!

Wer seinen Proviant vergessen hat, braucht nicht in Panik auszubrechen: Es gibt immer wieder Anlegestellen, wo man festmachen und etwas zu Essen kaufen kann. Außerdem gibt es idyllischen Rastplätze, wo teilweise sogar ans Lagerfeuer gedacht ist. Neben dem Reiz einer eigenen Bootsfahrt sind die von Einheimischen organisierten Touren immer ein guter Tip. So kann man sich von Lübben aus durch die Landschaft „staken“ lassen.

Impressionen aus der Lausitz
Die geschichtsträchtige Lausitzstadt Forst zeigt sich heute mit lebendiger Innenstadt und hat, das merkt man als Besucher schnell, noch viel mehr als den weitberühmten Rosengarten zu bieten.

Und weil Bummeln hungrig und durstig macht, bieten wir Ihnen auf den nächsten Seiten viele interessante Tips, wo man in der Stadt Forst und ihrer Umgebung gastronomisch gut versorgt wird.