„Majestät, in Buckow
geht die Lunge auf Samt!“

Drei Eichen
Eine Einrichtung des Vereins Naturschutzpark Märkische Schweiz ist das Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung Drei Eichen. Mit einer Bibliothek, einer Holz- und Keramikwerkstatt, einem Feldbackofen, verschiedenen Tieren und einem traditionellen Lehmstall und einem großen Garten gehört Drei Eichen in der Buckower Königstraße 62 zu den attraktivsten Einrichtungen des Brandenburger Naturschutzes.

Kunst und Natur
In einem Brief seines Freundes und musikalischen Beraters Carl Friedrich Zelter kam die Kunde von der Schönheit der Märkischen Schweiz schon zu Johann Wolfgang von Goethe. Später waren es Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky, die dem Zauber der Landschaft erlagen. So entwickelte sich eine lange Tradition der engen Verbindung von Natur und Kultur, die mit zahlreichen Veranstaltungen wieder aufblüht. Die Open-Air-Konzerte der Reihe „Klassik im Grünen“, internationale Musik-werkstätten, das Sommertheater, wechselnde Ausstellungen, die „Buckower Rosentage“, das Zusammentreffen von Künstlern aus der ganzen Welt, all das ergibt ein buntes Mosaik in der innigen Verschmelzung von Natur- und Kunsterleben. Idyllische Kulisse vieler Veranstaltungen ist der Buckower Schloßpark. Der einst von J. P. Lenné gestaltete reizvolle Landschaftsgarten geht nahtlos in die Obstgärten, Wiesen, Hügel und Seen der Märkischen Schweizüber.

Wurzelfichte
Zu den zahlreichen landschaftlichen Besonderheiten in der Umgebung von Buckow führen viele gut markierte Wanderwege.Besonders interessant ist eine Tour zur Wurzelfichte und zum Krugberg. Vom Strandbad Schermützelsee geht es auf der Wriezener Straße zum Sophienfließ. Nachdem die Brückeüber den Bach passiert wurde, biegt man rechts in den markierten Waldweg ein. Er führt durch herrlichen Mischwald immer entlang am Sopienfließ direkt zur Wurzelfichte.

Der etwa 160 Jahre alte, etwa 30 Meter hohe Baum gehört zu den Hauptattraktionen der Märkischen Schweiz. Seine vielverzweigten, größenteils frei liegende Wurzeln, unter denen mindestens 20 Menschen Platz hätten, gaben ihm seinen Namen.Anschließend geht es auf dem Weg einige Meter zurück. Eine Holzbrücke führtüber das Fließ, und der Weg verläuft nun bergan zum Krugberg. Mit seinen 130 Meternüber dem Meeresspiegel ist er die höchste Erhebung des Naturparks. Wer nicht bei dieser Fichte war und vom Krugberg aufs Land schaute, der sollte nicht sagen, er war in der Märkischen Schweiz.

Geheimtip Waldsieversdorf
Verträumte Stille und erholsame Gastlichkeit erwarten den Besucher im nahen Waldsieversdorf, das wie Buckow an eine lange Tradition als Kur- und Erholungsort anknüpft. Wer Spaziergänge in abwechslungsreicher Landschaft liebt, wer beim Wandern zu Fuß oder mit dem Rad immer wieder gern urwüchsige Natur auf sein Gemüt wirken läßt, der kommt in Waldsieversdorf auf seine Kosten.

Aber auch wer ungekünstelte volkstümliche Feste, wie die Wasserolympiade oder das Jägerfest, mit originellen hausgemachten Höhepunkten schätzt, wer gern in Familie und unter Freunden unbeschwert feiert, für den ist der nur zwei Kilometer von Buckow entfernte Ort längst ein echter Geheimtip. Nicht von ungefähr erhielt Waldsieversdorf als einziger Ort des Landkreises Märkisch-Oderland 1996 von der Landesregierung Brandenburg das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“.

Traum vom Wohnen
1889 kaufte der Sozialreformer Ferdinand Kindermann die Priestermühle und das umliegende Ackerland. Es war sein Traum, hier bezahlbares Wohnen für „ordentliche Arbeiter-familien aus Berlin“ in einer schönen Landschaft zu verwirklichen. Nach einer Zeit, von der Kindermanns 1894 erschienenes Buch „Mein Kampf gegen die Buereaukratie“ berichtet, kommt es 1895 zur Gründung der Villenkolonie.Eine Mischung einfacher Landhäuser und großzügig angelegter Villengrundstücke mit herrlichem Blick auf den Großen Däbersee macht den einzigartigen Reiz dieser Siedlung aus.

Open-Air-Konzert im Park

Waldsieversdorfer Schönheiten
Zu den Schönheiten von Waldsieversdorf gehören eineSonnenuhr und eine Blumenuhr. Gegenüber dem alten Forsthaus steht eine in Deutschland einmalige Postmeilensäule in Obeliskform aus der Zeit um 1840. Sie ist 1,90 Meter hoch, aus schlesischem Sandstein und trägt das Initial „FWR 3“ und ist dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. gewidmet.