Heimatfreunde in Rehfelde haben viel zu bieten

Schlusslicht mit Unterrock

Martin Tesky hat mit der „Interessen-gemeinschaft Heimatfreunde Rehfelde e.V.“ in kurzer Zeit eine interessante Sammlung eingerichtet.

Rehfeldes Geschichte muss in einem wesentlichen Teil ganz neu geschrieben werden! Das fand der neue Heimatverein heraus!
„Wesentlich für die Entwicklung des Ortes war die Ostbahn. Nachdem in Rehfelde 1874 der Alte Bahnhof entstanden war, setzte erst die Besiedlung so richtig ein“, weiß Martin Tesky. Ein verheerendes Bahnunglück im Jahre 1907 soll der Auslöser für die Gründung der örtlichen Feuerwehr 1908 gewesen sein.
„Damals soll ein ganzer Zug in Brand geraten und explodiert sein. Die Rede war immer von 30 oder mehr Toten.“
Doch nun hat Tesky herausgefunden, dass die alten Erzählungen maßlos übertrieben: „Tatsächlich ist der letzte Wagen des D-Zugs von Insterburg nach Berlin in Brand geraten. Dabei gab es einen Toten. Der Vorfall war kein Unglück, sondern ein Sabotageakt!“
Vieles über das Leben im Ort und die Bahngeschichte Rehfeldes kann man in der kleinen aber feinen Heimatstube in
der Lindenstraße 2g erfahren. Dort sammelt die „Interessengemeinschaft Rehfelder Heimatfreunde e.V.“ alte Gegenstände, Fotos und Dokumente, Postkarten und Bekleidung.
So kommen hier Damenunterröcke, Milchkannen, ein Waschbrett oder die „rote Lampe“ einer Eisenbahn auf engem Raum zusammen. Seit der Eröffnung im Herbst 2002 konnten Tesky und seine Mitstreiter bereits eine beachtliche Sammlung zusammentragen. „Wir sind dabei natürlich auf die Spenden der Rehfelder angewiesen“, berichtet Tesky. Neben dem Aufbau der Sammlung geht es den Aktiven darum, die nur bis 1978 reichende Chronik in die heutige Zeit fortzuschreiben. Deshalb werden alte Zeitungsausschnitte kopiert.

Außerdem wertet Tesky seit 2000 laufend Presseartikel aus, um alles über Rehfelde zu sammeln. Neben der Freude am Alten geht es den Rehfeldern darum, die Bürger näher zusammen zu bringen: So werden immer wieder Wanderungen, oftmals mit Bürgermeister Arno Neumann, durch-geführt. Als interessante Bereicherung des kulturellen Lebens haben sich außerdem die „Rehfelder Gespräche“ etabliert. In diesem Rahmen wird über unterschied-lichste Themen debattiert: Das Spektrum geht von „Was gibt’s Neues Herr Bürgermeister“ über „Sind die Alten an allem schuld“ bis zur Frage: „Kann sich der Tourimus auch in Rehfelde entwickeln?“. Und insgeheim hoffen die Geschichts-Enthusiasten darauf, ihre Heimatstube zu vergrößern und noch attraktiver zu gestalten.
Info: 033435/76607
Veranstaltungshinweise: Veranstaltungen