Das Rätsel um das Sühnekreuz
Die steinernen Zeitzeugen der Geschichte im Doppeldorf lassen sich relativ schnell aufzählen: Besonders die Sakralbauten sind markant. Petershagens Wahrzeichen ist die evangelische Dorfkirche, ein gotisierender Backsteinbau von 1910. Sehenswert darin ist ein barocker Altar von 1718. Die ursprüngliche Jugendstilausstattung fiel der Sanierung in den 70er Jahren zum Opfer. Sagenumwoben ist das Sühnekreuz in Eggersdorf:Wahrscheinlich stammt es sogar aus der Wendenzeit, wird aber auch oft mit einem blutigen Streit von 1512 in Verbindung gebracht. Damals war der Rittergutsbesitzer Thomas von Röbel durch den Junker Lorenz Trebus vor dem alten Dorfkrug getötet worden. Im Zuge eines Zechgelages waren sich Thomas von Röbel und Lorenz von Trebus in die Haare geraten.

Fast wäre das Gefecht an einem technischen Problem gescheitert: Weil die Raumhöhe sehr niedrig war, bohrten die Streithähne ihre Säbel aus Versehen erst mal in die Zimmerdecke. Aber ging es doch noch weiter, wie die Chronik berichtet: „Der alte Röbel war der Fechtkunst des gewandten und flinken Junkers nicht gewachsen; zu Tode getroffen brach er mit einem Wehgeschrei vor der Tür nieder und gab alsbald seinen Geist auf. An der Stelle wurde später ein steinernes Kreuz errichtet“. Heute befindet es sich in der Ortsmitte, beim Pfarramt.

Das Wahrzeichen von Petershagen ist die evangelische Dorfkirche.
Markantes Gebäude in Eggersdorf ist das Rathaus.