Kunst, Kultur und reichlich Natur
Umittelbar zwischen der Stadtgrenze Berlin, dem Villenvorort Zeuthen und dem aufstrebenden Wildau gelegen, wird Schulzendorf seit jeher als Ausgangspunkt für Ausflüge genutzt.

Zeuthen
Der Zeuthener Ortsteil Miersdorf grenzt direkt an Schulzendorf an, die Feldsteinkirche dort stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eine der ältesten Wehrkirchen des Teltow. Zuvor kommt man am Miersdorfer See vorbei, der im Sommer vor allem von Kindern zum Baden genutzt wird. Wer Zeuthen näher kennenlernen will, dem sei als Ausgangspunkt der Bahnhof empfohlen.

Rechts geht es bis zur Platanenallee, dorttrifft man auf die Gebäude von DESY, einer wissenschaftlichen Einrichtung, die Grundlagenforschung betreibt und sich gerne Besichtigungen stellt. Von dort aus gelangt man an das Ufer des Zeuthener Sees, auf der gegenüberliegenden Seite zeigt sich Rauchfangswerder. Übrigens: Durch Theodor Fontanes Roman „Irrungen und Wirrungen“ ging die Gegend sogar in die Weltliteratur ein, auf dem Akademigelände stand früher die von Fontane ausführlich beschriebene Gaststätte Käppel.
Repräsentative Villen verleihen Zeuthen ein besonderes Flair.
Links vom Bahnhof geht es zum Rathaus und zur Martin Luther Kirche, die 1914 als eine der letzten Jugendstil-Sakralbauten eingeweiht wurde. Folgt man der Straße, stößt man rechts auf die wunderschön sanierte Herztog-Villa und bekommt zwischen den Grundstücken immer wieder schöne Blicke auf den Zeuthener See.

Wildau
Wildau ist ein Nachbarort von Zeuthen und machte in letzter Zeit durch das A10-Center als Anziehungspunkt Einkaufsfreudiger aus der ganzen Region von sich reden. Historisch interessant ist die Schwartzkopff-Siedlung: Eine Arbeiter-Stadt, die um die Jahrhundertwende rund um die damalige Lokomotiven-Fabrik entstand und die als erhaltenes Ensemble eine seltene Möglichkeit ist, sich in diese Zeit zurückzuversetzten. Neben Wohnhäusern sorgte die Fabrik damals auch für Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitspaß: Neben dem Rudererclub gab es sogar ein Casino für Feiern und Feste!

Königs Wusterhausen
Königs Wusterhausen, von den Einwohnern kurz als „KW“ bezeichnet, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die idyllische Stadt grenzt an Wildau und besticht durch das geschäftige Treiben, aber auch durch die Natur-Idylle am Notte-Kanal. Ihr Name geht wohl auf die 1305 erstmals urkundlich erwähnte Burg Wusterhuse zurück. Seine Blütezeit erreichte der Ort unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I.
Sein Vater Kurprinz Friedrich, hatte die Burg 1698 für den damals zehnjährigen Sohn gekauft, der es zeitlebens als seinen Lieblingssitz betrachtete. Besonders gefiel dem nüchternen Monarchen wohl, daß er hier dem affektierten Treiben des Hofes ausweichen konnte. Heute sehenswert ist das Jagdschloß. Im Zentrum lockt ein Spaziergang entlang des beschaulichen Notte-Kanals.

Nicht versäumen sollte man, dem Wasserturm aus dem Jahre 1912 einen Besuch abzustatten. Man verläßt dazu das Zentrum Richtung Berlin auf der B179 und biegt dann rechts in Richtung Funkerberg (Wasserturm ist ausgeschildert) ab. Von diesem Berg aus wurden 1920 die ersten Rundfunksendungen in Deutschland ausgestrahlt. Der Wasserturm beherbergt heute eine Aussichtsplattform, von der aus man einen weiten Blick über das Dahmeland und das südliche Berlin hat.

Teupitzer Seen
Die Teupitzer Seen, so heißt das Seengebiet zwischen Königs Wusterhausen, Teupitz und Storkow, verdanken ihre Entstehung der Eiszeit und sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Man kann sie per Schiff mit der „Weißen Flotte“ erreichen.

Ausflug nach Mittenwalde
Mittenwalde war ein ewig langer Zankapfel zwischen Germanen und Wenden, nachdem der Ort 375 im Zuge der Völkerwanderung erst von den Germanen verlassen worden war.

Die Lage an der Heerstraße nach Berlin war so wichtig, daß man sich fast 1000 Jahre um den Ort stritt. Erst im zwölften Jahrhundert wandte sich das Kriegsglück endgültig zugunsten der Germanen, die dann auch sofort sehr massive Befestigungsanlagen bauten. Bis auf das Berliner Tor mit Pulverturm und der Front des gotischen Außenturms ist davon heute leider nichts mehr zu sehen.
Eine Fahrt mit dem Spreewaldkahn ist ein Muß für jeden Besucher.
Damals erlebten die Mittenwalder einen Aufschwung als Handelsdrehscheibe, der Salzmarkt existiert heute noch, als Platz. Zentrale Bedeutung gewann Mittenwalde in seiner Blütezeit durch den Bau der St. Moritz Kirche (13. Jhd.); als einziges Gotteshaus der Gegend hatte sie eine starke Anziehungskraft. Der Kirchturm wurde später gebaut, man sieht es. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. verbrachte während seiner Prinzenzeit einige Jahre hier, später kam er immer wieder von seinem Schloß Königs Wusterhausen zur Entenjagd nach Mittenwalde.

Bemerkenswert ist, daß Mittenwalde lange Jahre ein Zentrum des Weinanbaus war. Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die Innenstadt mit vielen historischen Gebäuden.

Eine Kahnfahrt im Spreewald
„Und daß dem Netze dieser Spree-Kanäle nichts von dem Zauber von Venedig fehle, durchfurcht das endlos wirre Flußrevier in seinem Boot der Spreewald-Gondoliere“. Bereits Theodor Fontane wußte trefflich zu schildern, was den Spreewald auszeichnet. Auch heute gibt es sie noch, die endlosen Wasserkanäle, die Wiesen und Wälder, die traditionellen Trachten, die Idylle des Spreewaldes.Eine Fahrt mit dem Spreewaldkahn ist ein Muß für jeden Besucher.