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Basdorf als Modell-Gemeinde?

Stand März 2013

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Basdorf hat beste Chancen, zu einem
überregional beachteten „Vorzeige-Ort“
zu werden. Die Grundlage dafür stellt
ausgerechnet ein langjähriges
„Sorgenkind“ dar, das als
Musterprojekt für Aufsehen sorgen
könnte.

Lange Zeit war es fraglich, was mit dem 40
Hektar großen Areal in der Ortsmitte
werden sollte, das zuletzt vom
Innenministerium für die Polizei genutzt
worden war.

Wohnen für alle Generationen

Nun kann sich Ortsvorsteher Peter
Liebehenschel über die amtliche
Entwarnung freuen.

Die Gemeinde Wandlitz betreibt
zusammen mit dem Land Brandenburg die
„BEG Basdorf Entwicklungsgesellschaft
mbH“, die das Gelände der ehemaligen
Landes-Polizeifachhochschule mit Leben
erfüllen möchte. Geschäftsführer sind
Christian Braungard, Kämmerer der
Gemeinde Wandlitz, und Norbert Illiges
vom Planungsbüro BSM.
Aufsichtsratsvorsitzende ist Dr. Jana
Radant, die Bürgermeisterin von Wandlitz.
Ihr ist es sehr wichtig, dass es zur
geplanten gemischten Nutzung kommt.

Im neu entstehenden Ortsteil von Basdorf
soll dann bezahlbarer Wohnraum in
einigen bestehenden Gebäuden im
westlichen Teil des Gebietes geschaffen
werden.

Zugleich sollen Flächen für den Bau von
Eigenheimen angeboten werden. Ein
Grüngürtel und viele Gärten werden die
Wohnqualität für Jung und Alt
unterstreichen. Eventuell könnte eine
weitere Kita entstehen.

„Natürlich wird es zudem Platz für
Gewerbetriebe und Einkaufsmöglichkeiten
geben“, so Christian Braungard.

Zwei Eröffnungen

Während Basdorf also eine Entwicklung
vor sich hat, die den Ortsteil sicher einige
Jahre beschäftigt, kann sich Wandlitz
darüber freuen, dass dort die jahrelangen
Bemühungen gleich an verschiedenen
Stellen zu einem erfolgreichen Abschluss
kommen. So steht bereits der 7. September
2013 als offizieller Einweihungstermin für
das „Barnim Panorama“ fest. Im alten Dorf
von Wandlitz präsentieren sich dann in
einem attraktiven neuen Gebäude das
traditionsreiche Agrarmuseum Wandlitz
und der Naturpark Barnim in einer
gemeinsamen Ausstellung. Damit erhält
Wandlitz einen festen Platz in der
brandenburgischen Museumslandschaft.

Bereits vorher, am 17. August, soll der
neue Rathaus-Anbau mit einem Tag der
offenen Tür gefeiert werden. Mit der
Inbetriebnahme der Rathaus-Erweiterung
wird die gesamte Verwaltung dann an
einem Ort zusammengeführt. Die
bisherigen Außenstellen fallen weg.

Zugleich wird die Bibliothek hier ein neues
attraktives Dach über dem Kopf erhalten.

Außerdem soll an diesem Wochenende
daran erinnert werden, dass die Gemeinde
zehn Jahre besteht. Dazu ist geplant, dass
sich alle Ortsteile im Rahmen eines bunten
Festes entlang der Thälmannstraße
präsentieren.

Bald Erholungsort?

Wichtig ist der Gemeinde außerdem, sich
als attraktiver Erholungsort zu
präsentieren. Ein Wunsch wäre es, die
offizielle Anerkennung dafür zu
bekommen. Da Grün eine große Rolle
spielt, wurde nun nach langer Diskussion
in der Gemeinde eine eigene
Baumschutzsatzung auf den Weg gebracht.

„Wir wollen mit der neuen Satzung weder
Investitionen noch Bauvorhaben
blockieren. Und natürlich ist jedem klar,
dass bei Bauvorhaben Bäume gefällt
werden müssen. Aber einen Kahlschlag im
Garten soll es in Zukunft nicht mehr
geben“, so Dr. Jana Radant.

Ziel der neuen Satzung ist es, das „grüne
Gesicht“ von Wandlitz zu bewahren und
damit auch den besonderen Standortvorteil,
den die Gemeinde als Wohn- und
Urlaubsort bietet.

Bürger reden mit

Dem Beschluss der Gemeindevertreter
voran gegangen war eine
Bürgerversammlung, denn schließlich
sollen die Bewohner bestmöglich über
wichtige Weichenstellungen innerhalb von
Wandlitz informiert werden. Insgesamt gab
es seit 2012 bereits sieben Veranstaltungen
dieser Art, in denen über Themen vom  
„Barnim Panorama“ bis zu Windrädern im
Liepnitz-Wald gesprochen wurde.

Schlagzeilen machte die Gemeinde, als der
Landkreis in dem früheren
Internatsgebäude des Oberstufenzentrums
Wohnraum für über 70 Asylbewerber
einrichtete.

Gastfreundliche Gemeinde

Im Zuge der Diskussion über das Thema
bildete sich ein „Runder Tisch Toleranz“
mit vielen engagierten Bürgern. Spenden
aller Art, eine Fahrradwerkstatt,
ehrenamtliche Sprachkurse, gemeinsames
Kochen und Zusammenarbeit mit den
Schulen zeigen, dass Wandlitz eine
Gemeinde ist, in der jeder willkommen
sein kann. Mitorganisator Mathis Oberhof
freut sich über die Welle der
Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft:
„Das brachte uns in vielen Medien großen
Respekt und lobende Anerkennung ein. So
berichtete der Berliner Tagesspiegel. Sogar
im schweizerischen Tessin gab es
Anerkennung!“

Zusammenwachsen im Blick

Das Zusammenwachsen innerhalb der
Gemeinde spielt immer noch eine wichtige
Rolle. „Dazu gehört, dass alle Ortsteile mit
Radwegen verbunden sind. Denn diese
sind Lebensadern unserer Gemeinde“,
nennt die Bürgermeisterin als eine wichtige
Voraussetzung.

Deshalb war es trotz Schneetreibens ein
großes Ereignis, als der neue Radweg in
Basdorf entlang der B 109 im Dezember
2012 übergeben werden konnte. Nun
müssen die letzten Lücken geschlossen
werden, damit man von Schönerlinde bis
nach Zerpenschleuse umweltfreundlich per
Fahrrad kommen kann.