Die neue Jugendarbeiterin von Wandlitz liebt das „große Kino“ und kann sich noch bestens an die Zeiten
erinnern, wo sie selbst an der einen oder anderen Stelle „abgehangen“ ist.
Das war allerdings nicht in Wandlitz, denn Maria Nimptsch stammt aus dem Nachbarort Zepernick. Die 26-Jährige
sammelte erst bei den ganz Kleinen große Erfahrung. „Ich habe ursprünglich Erzieherin gelernt und in der Kita
gearbeitet“, blickt sie zurück.  
Mobiles Kino
Seit August 2014 steht Maria Nimptsch  an der Seite von Jugendkoordinatorin Gabriele Breest-Grohnwald, um noch
mehr Möglichkeiten für junge Wandlitzer zu schaffen. „Wichtig ist mir, dass es in allen Ortsteilen einen Treff gibt, wo
sich die jungen Wandlitzer austauschen können“, nennt sie eines ihre Ziele. Ganz neu hat sie nun ein „Mobiles Kino“ ins
Leben gerufen. Sie ist regelmäßig mit Beamer und der 1,80 Meter breiten Leinwand unterwegs, um vom nördlichsten
Ortsteil Zerpenschleuse bis zum berlinnahen Schönerlinde für relativ „großes“ Kino zu sorgen. „Mehr an Leinwand geht
leider nicht in mein Auto“, entschuldigt Maria Nimptsch, warum ihre Filmbühne viel kleiner ist, als man es beispielsweise
aus dem „Goldenen Löwen“ kennt.      
Leinwand und Leben
Die neue „Berufs-Jugendliche“ von Wandlitz sieht selbst gerne Actionfilme und Dramen, Psychothriller und Komödien
an. „Horrorfilme habe ich früher geliebt. Heute sind sie mir zu gruslig“, gibt sie Einblick in ihre persönlichen Vorlieben.
Auf ihrem Programm für die Kids stehen nur Streifen, die garantiert jugendgeeignet sind. „Wir setzen vor allem auf
Produktionen aus dem Kinderfilmfestival, das es ja seit fast einem Vierteljahrhundert gibt. Wir machen nicht einfach
Kino, sondern führen vor dem Film in die Thematik ein und besprechen anschließend das Gesehene. Oft kommt man
da auf die speziellen Probleme der  Jugendlichen.“      
Treff für jeden Ortsteil
Maria Nimptsch und Gabriele Breest-Grohnwald geht es darum, dass in jedem Ortsteil ein Treffpunkt für den
Nachwuchs entsteht. „Jugendclubs an sich haben wir ja nur in Basdorf und Klosterfelde. In den anderen Ortsteilen gibt
es Räume in den Gemeindehäusern. In Zerpenschleuse hoffen wir, die Sporthalle dafür mit benutzen zu dürfen“, so
Maria Nimptsch. Daneben ist sie gerade dabei, zu erkunden, worauf der Nachwuchs Lust hat: „Egal ob Sport oder
Tanzen, ich bin für alles offen“, macht sie Lust auf Engagement.    
Brücke zum Nachwuchs
Wenn Maria Nimptsch nicht gerade durch die weitverstreuten Ortsteile tingelt, ist sie oft am Bahnhof Wandlitz zu finden.
Da stellt sie sich gerne zu den Jugendlichen, die sich hier treffen. „Ich bin nicht der Meinung, dass man sie von hier
vertreiben sollte. Der Bahnhof ist nun mal ein zentraler Ort. Allerdings gilt es ein Bewusstsein zu schaffen, dass
Belästigung anderer ebenso zu vermeiden ist wie Alkoholmissbrauch. Ich selbst war als Jugendliche immer lieber
draußen als im stillen Kämmerlein und sehe an meiner 15-jährigen Schwester, wie man in diesem Alter tickt“,
beschreibt sie, worauf sie ihre Zuversicht gründet, selbst zu „schwierigeren“ Heranwachsenden Zugang zu finden.
„Jugendliche in Wandlitz haben die selben Probleme wie woanders: Es geht um Schule, Liebe, erwachsen werden.
Ganz spezielle Schwierigkeiten habe ich bisher keine erkannt, schließlich bietet die Gemeinde viele Möglichkeiten“, lobt
sie ihren neuen Arbeitsort.
Kleines Büro, großes Herz
Den Arbeitsplatz allerdings hätte sie gerne ein ganz klein wenig luxuriöser: Das Duo im Einsatz für die Jugend von
Wandlitz teilt sich ein kleines Zimmer in der Thälmannstraße und muss durstig ans Werk. „Leider haben wir nicht mal
eine Kaffeemaschine“, bedauern Gabriele Breest-Grohnwald und Maria Nimptsch. Aber schließlich kommen die
Jugendlichen ja nichts ins Büro, sondern die Jugendarbeiterin hat die Aufgabe, „vor Ort“ zu wirken! Dabei zeigt sie
gerne großes Herz, selbst bei kleinem Büroraum!
Infos:
Tel. 01 51/17 45 82 40
Stand März 2015
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Action auf Leinwand, Verständnis für Kids
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