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Bewährte Ortsvorsteher
Weht nach den Kommunalwahlen 2014 frischer Wind durch die Großgemeinde Wandlitz? Wenn ja, dann wird der weitgehend von
den bisherigen Politikern verursacht. Denn die Bürger haben sich fast überall für ihre bewährten Interessensvertreter entschieden.
So gibt es nur in Zerpenschleuse und in Stolzenhagen neue Personen an der Spitze der Ortsbeiräte. Wir baten die Ortsvorsteher,
uns wieder aus ihrer Sicht einen authentischen Einblick in die Entwicklungen ihrer Bereiche zu geben.

Prenden: Wachsames Auge
Hans-Joachim Auge, SPD: „Prenden hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Sehr froh sind wir darüber, dass man nun auf
einem sicheren Radweg nach Klosterfelde kommt. Viele nutzen das zum Einkaufen, unsere Jugend für den Schulweg. Außerdem
ist die Strecke bei Besuchern beliebt. Nun ginge es darum, diese Möglichkeit im Rahmen des Fontanewegs nach Biesenthal zu
erweitern. Wir hoffen, dass dieser neue Rad- und Wanderweg bis 2016 gebaut sein wird. Unser ‚Förderverein Dorfkirche Prenden’
mit der Vorsitzenden Sabine Voerster sorgt das ganze Jahr über für Kunst, Einblicke in die Heimatgeschichte und interessante
Veranstaltungen. Es bleibt zu hoffen, dass sich hier noch mehr Prendener engagieren. Zudem wollen wir unser Bürgerhaus weiter
beleben. Schön ist, dass unser Seifenkistenrennen so großen Anklang findet. Es wird am 23. August 2015 bereits zum vierten Mal
stattfinden und Bestandteil vom Sommerfest sein. Wichtig für den Ortsteil ist, dass mit der Mühlengasse, Teile der Ützdorfer
Straße und Strehlepromenade weitere Straßen ans Abwasser angeschlossen werden. Im Anschluss wird dort die Fahrbahn
instandgesetzt.“
Tel. 01 71/6 86 21 81
E-Mail:
joachim.auge@online.de
Schönwalde: Brandheißes Engagement
Maria Brandt, SPD: „Unser Zentrum um die Kirche ist uns sehr wichtig. Am Neujahrsempfang haben wir die letzten fehlenden 500
Euro an Spenden einwerben können, um dort mit einer Gedenktafel auf unseren Dichter Erich Kloss zu verweisen. Die Ruhebank
hier soll verschönert werden, Pflanzungen und Parkplatzmarkierungen das Areal weiter aufwerten. Unser großes Wunschprojekt
ist die Errichtung eines kleines Dorfmuseums oder einer Heimatstube. Hierzu gab es im Rahmen der Feierlichkeiten zum 110.
Geburtstag unserer Freiwilligen Feuerwehr bereits die ersten grundsätzlichen Ideen. Als Ort würde das seitliche Nebengebäude
hinter dem Pfarrhaus in Frage kommen. Erfreulich ist, dass das heißersehnte Seniorenwohnen Fortschritte macht. Wir haben im
Ort das ganze Jahr über Veranstaltungen, so dass es viele Möglichkeiten gibt, sich zwanglos zu treffen und auszutauschen.
Höhepunkte werden das Osterfeuer, das Schützenfest im Juni, unser mittlerweile 10. Musikfest im August sowie die
Weihnachtsfeiern im Dezember sein.“
Tel. 03 30 56/43 30 63
E-Mail:
watiplan@t-online.de 
Basdorf: Liebe zu Sport und Kultur
Peter Liebehenschel, Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz: „Das brachliegende Gelände der früheren Polizeischule mit 42
Hektar wird durch das Projekt ‚Basdorfer Gärten’ mit Leben erfüllt. So sollen hier 60 Mietwohnungen für sozial schwächere Bürger
entstehen. Daneben sind Einfamilienhäuser, Einkaufs-, Sport- und Senioreneinrichtungen vorgesehen. Ich freue mich sehr, dass
wir dort nun die lange gewünschte zweite Sporthalle bekommen. Ein wichtiges Anliegen ist, im Zuge der Energiewende Strom bei
uns, wo er gebraucht wird, zu erzeugen. Wir werden in Basdorf bald die letzten Straßenausbaumaßnahmen abschließen können.
Mit dem Brassens-Festival gibt es einen weit über die Region ausstrahlenden jährlichen Höhepunkt. Ich wünsche mir aber, dass
wir insgesamt etwas mehr Mittel für Kultur, Sport und die Senioren einsetzen können.“
Tel. 03 33 97/6 22 96
E-Mail:
liebehenschels@t-online.de
Lanke: DSL und Bürgerzentrum
Christian Schmidt, Bürgerplattform Lanke: „Wir warten sehnsüchtig auf den DSL-Anschluss, der bis zur Jahresmitte kommen
soll. Dann soll Internet bis 50 Mbit möglich werden, für weiter entfernte Häuser immerhin die Hälfte. Unser neues Bürgerzentrum
ist jetzt in der Planungsphase. 2014 wurde dafür ein Neubau beschlossen, in dem zugleich die Kita und die Feuerwache
unterkommen sollen. Wir hoffen, Anfang 2016 zum Baubeginn zu kommen. Dieses Vorhaben ist ein wichtiger Schritt um die
beständige Abnahme der Einwohnerzahl zu stoppen. Es bedarf der Hilfe der Gemeinde, um in Zusammenarbeit mit Berlin
Baugrundstücke ausweisen zu können. Wir setzen große Hoffnungen darauf, dass in diesem Jahr die Förderung für den Radweg
Lanke-Ützdorf bewilligt wird. Dann hätten wir endlich über die Straße am Liepnitzsee eine Anbindung an das Wandlitzer
Radwegenetz. Weiterhin ein großes Thema ist die Gestaltung des Schlossvorplatzes und der Dorfmitte.“
Tel. 01 52/38 47 29 36
E-Mail:
ovlanke@t-online.de
Wandlitz: Muse für viele Kulturen
Ingo Musewald, Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz:  „In Wandlitz steht der Neubau einer Jugendfreizeitstätte an. Dafür sind
400 000 Euro eingeplant. Am Kunstrasenplatz soll ein Funktionsgebäude mit vier Räumen für den Hort der Grundschule und vier
Umkleideräumen inklusive Sanitäranlagen für die Fußballer gebaut werden. Für die Kinder entsteht ein reizvoller Waldspielplatz in
der Rheinallee. Notwendig wäre außerdem ein neues Gerätehaus für die
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Als Vorsitzender der ‚Arbeitsgemeinschaft Internationale Partnerschaften‘ freue ich mich,
dass unsere Verbindung zu Gladbeck nun 25 Jahre besteht. Unser Partnerschaftsvertrag mit La Ferrière in Frankreich wurde
1997, der mit Trzebiatow in Polen wurde 2002 geschlossen. Es findet das ganze Jahr über ein reger Austausch statt. Vom 14. bis
16. Mai gibt es ein großes Chortreffen in Wandlitz. Im Juli ist ein Jugendtreffen mit Teilnehmern aus La Ferrière und Trzebiatow
vorgesehen. Zudem gibt es viele gemeinsame Veranstaltungen auf Vereinsebene.“
Tel. 03 33 97/2 23 65
E-Mail:
imusewald@web.de 
Schönerlinde: Schwierige Wunschliste?
Frank Liste, SPD: „Wir haben gerade eine Beschlussvorlage auf den Weg gebracht um die Versorgungslage in Schönerlinde
durch einen neuen Einzelhandel zu verbessern. Ein größeres Projekt, das nun endlich angeschoben wurde, ist der Ausbau vom
Alten Heerweg. Dadurch wird unser Gewerbegebiet besser erschlossen werden. Das wird die Verkehrsbelastung im Ort etwas
reduzieren. Aus meiner Sicht ist aber noch ein Berg von Arbeit und Problemen zu bewältigen, bis wir dazu kommen, die Straße
tatsächlich zu bauen, aber der Anfang ist gemacht. Von der Großgemeinde wünsche ich mir für Schönerlinde, dass man unsere
Probleme und Wünsche ernster nimmt.“
Tel. 0 30/94 63 34 65
E-Mail:
Frank.Liste@bwb.de
Klosterfelde: Freude über Stadtmöbel
Klaus Pawlowski, Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz: „Der Ausbau der Gehwege mit Beleuchtung in der
Prendener Straße geht in die heiße Phase, die Straße soll dabei ebenfalls ausgebaut werden. In Bearbeitung ist der zweite
Abschnitt der Ertüchtigung vom ‚Heidegraben’, um die Grundstücke besser zu entwässern. Wir wollen die Planung des Radwegs
zwischen Klosterfelde und Zerpenschleuse vorantreiben, damit 2016 der Bau realisiert werden kann. 2015 wird die Gartenstraße
komplett mit Beleuchtung ausgebaut. Das gemeindliche Projekt „Stadtmöbel“ favorisiert die Orte Lanke und Klosterfelde, was uns
sehr freut. Deshalb ist die Gestaltung der Freifläche neben der Feuerwehr und gegenüberliegend im Angerbereich von größter
Bedeutung. Daneben kämpfen wir mit der Bürgerinitiative ‚Hände weg vom Liebnitzwald’ für ein Bürgerbegehren zur
Abstandsregelung von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung und wollen keine Aufstellung von Windrädern in den Wäldern,
insbesondere nicht im Liebnitzwald.“
Tel. 03 33 96/3 72
E-Mail:
klauspawlowski@hotmail.com
Stolzenhagen: Junger Ortsbeirat
Jürgen Krajewski, UWG: „Mit einem durchschnittlichen Alter von 42 Jahren gehört der Stolzenhagener Ortsbeirat wohl zu den
Jüngsten in der Großgemeinde Wandlitz. Stolzenhagen bietet seinen etwa 1800 Einwohner ein angenehmes Lebens- und
Wohnumfeld. Dem Ortsbeirat geht es darum, sich ohne Parteienpolitik auf die Lösung der Sachprobleme zu konzentrieren. Wir
wünschen uns, dass alle neun Ortsteile unserer Großgemeinde gleich behandelt und gefördert
werden. Wir möchten den ländlichen und ortstypischen Charakter von Stolzenhagen erhalten. Wichtig ist uns, dass es einen
ständigen Dialog mit unseren Bürger gibt und es zu einer neuen Anerkennungskultur fürs Ehrenamt kommt. Von der Gemeinde
wünschen wir uns, frühzeitig über uns betreffende Angelegenheiten informiert und mit unseren Vorstellungen angehört zu werden.“
Tel. 01 74/9 12 52 58
E-Mail:
j.krajewski@gmx.de
Zerpenschleuse: Warten auf die Besucher
Nadine Kieprowski, Wir für Zerpenschleuse: „Zerpenschleuse startet dieses Jahr in eine neue Zukunft als Anziehungspunkt für
Wassertouristen. Zwei neue Brücken und die Schleuse ermöglichen, dass der Finowkanal für die Freizeitschifffahrt erreichbar ist.
Ein Hafendorf soll weiteren Schwung bringen. Bisher sorgte das jährliche Drachenbootrennen, das dieses Jahr zum 14. Mal
stattfindet, für viele Besucher. Für mich ist es wichtig, dass die Bürger in alle Entwicklungen mit eingebunden sind. Wir sind gerade
in der Diskussion, wo der neue Spielplatz hinkommen soll. Zur Verbesserung der Lebensqualität bräuchten wir wieder eine
Allgemeinarztpraxis und einen Lebensmittelmarkt.“
Tel. Anrufe nicht erwünscht
E-Mail:
nadine_kieprowski@web.de
Stand März 2015
Großgemeinde mit lebendigen Ortsteilen
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Prenden: Hans-Joachim Auge hat
die Entwicklung von Prenden stets
im wachsamen Auge.
Wandlitz: Ingo Musewald ist
Orts-vorsteher von Wandlitz
und zugleich für die Städte-
partnerschaften zuständig.
Schönerlinde: Frank Liste hat vor
allem das Projekt Heerweg sowie
bessere Einkaufs-möglichkeiten auf
seiner Wunschliste.
Basdorf: Peter Liebehenschel ist
Baupate der künftigen Sportstätte im
ehemaligen Casino der
Polizeischule.
Schönwalde: Maria
Brandt sorgt mit heißem
Engagement für die
Weiterentwicklung.
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Nadine Kietprowski OV Zerpenschleuse WD 3.tif
Lanke: Christian Schmidt freut sich
auf schnelles Internet und das neue
Dorfgemeinschaftshaus.
Zerpenschleuse: Nadine
Kieprowski ist die neue
Ortsvorsteherin.
Stolzenhagen: Jürgen Krajewski (r.) setzt auf Zusammenhalt
im Ortsbeirat mit (v.l.) Falk Hennersdorf, Gunther Ziethmann,
Christin Scheewe und Robert Härtel.
Klosterfelde: Klaus
Pawlowski will keine
Windkraftanlagen im
Wald.