Stand Juli 2009
Ort der Vielfalt
Werders Reize sind vielfach beliebt, die Insel ist zu jeder Jahreszeit Besucher-Magnet. Nun bekam die Stadt ganz offiziell attestiert, dass sie ein „Ort der Vielfalt“ ist. Jetzt stellt sich die Frage, wo das entsprechende Schild am besten anzubringen ist.
Werder wurde für ein offenes Klima der Toleranz und der gegenseitigen Anerkennung unterschiedlicher Meinungen im Alltagsleben ausgezeichnet. „Wir haben uns dafür beworben und die Anerkennung für unser bürgerschaftliches Engagement bekommen“, sagt Bürgermeister Werner Große.
Bürger-Anerkennung
Die „ruhige Hand“ der stabilen „Stadtregierung“ lässt sich an vielen Stellen erkennen. Das jährliche Baumblütenfest gehört zu den größten Volksfesten in Deutschland und kann immer wieder darauf verweisen, dass es wenig Zwischenfälle gibt. Gerade soeben hat das Stadtparlament den Vertrag des bisherigen Betreibers nach einer Neuausschreibung verlängert.
Neuer Besucher-Magnet
Die Baumblütenstadt kann sich über ungebrochenes Besucher-Interesse freuen. Die Insel verliert Zug um Zug ihre Wunden. Die Stadt hat aus dem Schützenhaus einen neuen Treffpunkt gemacht. Lange Jahre war es vom Verfall bedroht. Im Erdgeschoss bemühen sich nun die netten Mitarbeiter vom Bürgerservice die gängigsten Behörden-Anfragen wie Ausweis oder Meldeangelegenheiten schnell und zuvorkommend zu erledigen. Die neue Galerie „Kunst-Geschoss“ in der oberen Etage ist dabei, sich unter der fachkundigen Regie des renommierten Künstlers Frank Weber zum Anziehungspunkt in der Kunstwelt zu entwickeln. Damit kann Werder ein ganz neues Publikum für sich gewinnen.
So ein Theater!
Dazu passt gut, dass sich kurz vor dem Übergang zur Insel, im architektonisch markanten Kaufhaus nun das vorher in Potsdam beheimatete Theater „Comédie Soleil“ ansiedeln will und nur noch auf den baubehördlichen Startschuss wartet: „Wir als Stadt haben den Antrag befürwortet“, so Bürgermeister Werner Große. Schließlich hat die Freude an der Bühnenkunst in Werder eine lange Tradition. Davon spricht die leider nicht mehr nutzbare Freilichtbühne, das zeigen die rührigen Theater-Arbeitsgruppen an den Schulen, besonders im Gymnasium.
Was die Schüler da üben und schließlich oftmals zum Jahresabschluss öffentlich präsentieren, findet immer ein begeistertes Publikum. In Zukunft können für die Aufführungen vielleicht sogar die modernen Räume der neuen Turnhalle herhalten, die zum kommenden Schuljahresbeginn im Herbst 2009 bespielbar sein wird und die alte Halle aus der DDR-Ära ablösen wird.
Feuerwehr unter Dach
Im nördlichsten Ortsteil, der Havelinsel Töplitz, freuen sich Kinder, Lehrer und Eltern gemeinsam. Denn die „Inselschule“ erhielt die heiß ersehnte Mensa, die sie als erste Ganztagsschule der Stadt dringend benötigte.
In der Kemnitzer Straße zieht momentan eine „Ruine“ die Blicke an. Hier entsteht das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr von Werder. Die Kameraden im Ortsteil Glindow können sich ebenfalls freuen: Sie erhalten nun wie gewünscht einen Ersatzbau für das abgebrannte bisherige Gebäude.
Langsam aber sicher geht es mit einem Lieblings-Projekt weiter: der Untertunnel der L90, damit man endlich von der Eisenbahnstraße staufrei Richtung Phöben und damit auf die Autobahn kommt. „Mittlerweile liegt die Machbarkeitsstudie vor, in der das Projekt favorisiert wird“,
berichtet Werner Große. Schließlich will Werder als neuer „Ort der Vielfalt“ die vielfältigen Besucher nicht auf Dauer zu einem Zwangsstop vor der Innenstadt zwingen.
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