Stand Juni 2010
„Was ihr wollt“ kommt super an
Das Theater begann mit „Was ihr wollt“ und machte sich den Titel von Shakespeare zum Programm. Denn es will genau das bieten, was immer mehr Besucher sehen möchten: Unverfälschtes und perfekt gespieltes Autoren-Theater.
„Wir sind die Alternative zum Regie-Theater, bei uns wird sauber und werksgetreu inszeniert. Schließlich haben sich die Autoren was gedacht, als sie ihre Stücke schrieben“, beschreibt Michael Klemm, was seiner „Comédie Soleil“ seit der Eröffnung im November 2009 ein vielfach ausverkauftes Haus bescherte. „Mittlerweile kommen zu uns Besucher aus Potsdam und Berlin, die sich über professionell und sauber inszenierte Stücke freuen und die vielen Experimente einfach satt haben!“ Die Werderaner selbst wissen mittlerweile ebenso, was sie an ihrem neuen Theater
haben.
Zwölf Profis sorgen für Abwechslung
Mit der „Comédie Soleil“ ist Werder also dabei, zur Theaterstadt zu werden. Zu verdanken ist es einem Team von gerade mal zwölf enthusiastischen Theater-Profis, die es schafften, in den wenigen Monaten der ersten Theater-Saison gleich sieben Stücke zu inszenieren. Darunter waren „Der kleine Prinz“, der sich als Renner für Jung und Alt erwies. Es gab das avantgardistisch-kritische Stück „Whale Songs“, das die Ost-West-Problematik zur Sprache brachte und dann wieder den Molière-Klassiker „Der eingebildete Kranke“. Sogar die letzten Tage von Giacomo „Casonova auf Schloss Dux“ wurden auf der Bühne beleuchtet. „So viele Produktionen in so kurzer Zeit schaffen die wenigsten etablierten und öffentlich geförderten Theater“, resümiert Michael Klemm. Doch die kleine Crew tat sich den Stress gerne an, „denn wir wollen abwechslungsreiches Theater in Werder bieten.“
Vielfalt geht weiter
Weiter gehen soll es mit „Die Prophezeihung“, einem zeitgenössischen Stück, dass sich mit der Frage, wer eigentlich die Welt regiert, beschäftigt.
„Es hat bei uns Uraufführung“, so Michael Klemm.„Eine Bank in der Sonne“ zeigt welch ein Wirbel eine charmante und resolute Neubewohnerin in ein Seniorenheim bringen kann. Der „Diener zweier Herrn“ von Carlo Goldoni wird beweisen, dass ein gutes Stück selbst nach 300 Jahren noch zum Lachen anregen und überaus kurzweilig sein kann.  
Die „Comédie Soleil“ lädt
jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag ins mit 90 Plätzen gar nicht so kleine Theater im Herzen der Baumblütenstadt ein. Mittlerweile gilt Werders Theater sogar bei angehenden Bühnen-Profis als Geheimtipp: „Zu uns kommen junge Schauspieler, die hier Erfahrung sammeln wollen.
Als erstes müssen die meisten lernen, dass man beim Sprechen nicht zappelt und dauernd hoch und runter wippt, wie es viele Politiker als Unart machen“, schmunzelt Michael Klemm.  
Günstige Eintrittspreise
Werders neues Theater kommt bisher ohne Zuschüsse aus, obwohl nur zwölf Euro Eintritt verlangt werden. „Das ist vergleichsweise wenig, aber wir wollen, dass ein Theaterbesuch nicht am Eintrittspreis scheitert. Theater ist ein Erlebnis, auf das jeder ein Recht hat“, begründet Werders Theater-Chef die knappe Kalkulation. Ein Förderverein soll nun dabei helfen, die bodenständige ehemalige Obstbauernstadt auf Dauer als die Theaterstadt zu etablieren, wo man die Stücke noch entspannt und unverfälscht wie in der
„guten alten Zeit“ genießen kann. Eben ganz getreu dem Shakespeare-Motto „Wie ihr wollt“.
Infos:
Tel. 0 33 27/54 72 35
Tel. 01 76/62 28 25 29
www.comediesoleil.com
theater0010.tif
Wally`s Café .tif
zheater0525.tif
Der eingebildet Kranke 1.tif
Whale songs 2.tif
Was ihr wollt 15.tif
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