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Handballer im Erfolgsfieber
Stand Juni 2013
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Nachdem die Fußballer von Victoria
letztes Jahr zu ihrer eigenen
Überraschung den Aufstieg schafften,
machten die Handballer von Grün-Weiß
nun ein Jahr später das sportliche
Kunststück nach.

Allerdings hatte die erste
Männermannschaft mit den beiden
Trainern Christian Pahl und Marc Thiele
einen längeren Anlauf für das Aufrücken in
die nächste Liga zu bewältigen: „Wir
haben dafür drei Jahre hart gekämpft und
gearbeitet“, blickt Vereins-Präsident
Norbert Jäger zurück.
Rekordjahr
2013 wurde für den Verein zum
erfolgreichsten Jahr in der Geschichte: „So
weit oben waren wir noch nie“, liest
Vereins-Sprecher Stefan Demuth aus den
Annalen. Dabei können die Handballer aus
der Baumblütenstadt auf eine lange
Geschichte zurück blicken. „Nach zwei
erfolglosen Versuchen 1946 und 1949
gelang es Karl Neuendorf 1950, in Werder
Handball zu etablieren. Von Anfang an
war der Verein mit einer Männer- und
einer Frauenmannschaft im Spielbetrieb
aktiv“, so Präsident Norbert Jäger. Nach
der Wende kam es 1990 zu einer
Neugründung mit Olaf Linke als
Vorsitzendem.
Frauenmangel verhindert Aufstieg
2013 konnten gleich drei Abteilungen
brillieren. Die Frauenmannschaft unter
Trainer Ralf Spiesicke  hätte ebenso wie
die Männer von der bisherigen
Brandenburgliga aufsteigen können. „Wir
kamen auf Platz 2 in der Tabelle. Da
Angermünde auf den Aufstieg verzichtete,
wären wir dran gewesen“, blickt Spiesicke
auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück.
„Leider mussten wir ebenfalls verzichten,
da wir schlichtweg zu wenig Spielerinnen
haben. Es fehlen die Ersatzspielerinnen für
den Fall, dass jemand ausfällt. Das kommt
bei einer Frauenmannschaft häufiger vor
als bei den Männern, denn oft geht es
darum, auf kranke Kinder aufzupassen und
für die Familie da zu sein“, so Norbert
Jäger.
Meistertitel für Cheerleader
Ungewöhnlich für einen Handballverein
ist, dass Cheerleader dazu gehören.
„Die Mädchen werden von Bettina Krüger
trainiert und fungieren bei uns als eigene
Abteilung. Die Pirates entstanden 2004 aus
dem Zusammenschluss der Blue Spirits
und Crazy Chickens. Sie unterstützen uns
bei großen Heimspielen, bei der Saison-
Eröffnung und beim Abschluss“,
informiert Stefan Demuth. Ansonsten
treten Werders Cheerleader selbst im
sportlichen Wettbewerb auf. Ebenso wie
die Spitzenteams in ihrem Heimatverein
konnten sie 2013 mit überragenden
Erfolgen aufwarten: „Wir nahmen an der
Regionalmeisterschaft Ost teil. Dabei
kämpften Mannschaften aus Brandenburg,
Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Berlin um Titel. Unsere Senior Allgirls
Groupstunt kamen auf den zweiten Platz
und wurden Brandenburger Landesmeister.
Unsere Jüngsten, die PeeWees und die
Senior Allgirl Cheer wurden ebenfalls
Landesmeister“, kann Bettina Krüger auf
ein hervorragendes Ergebnis verweisen.
Klassenerhalt als Ziel
Wenn derart hochkarätige Cheerleader nun
die Mannschaft in der Oberliga Ostsee-
Spree anfeuern, sollte das Ziel, sich erst
mal im Mittelfeld zu behaupten und nicht
wieder abzusteigen, doch erreichbar sein.
Dabei haben Werders Spitzen-Handballer
einiges zu verkraften. So verlor die
Mannschaft ihre Erfolgstrainer: Christian
Pahl wechselt, obwohl in Werder
wohnhaft, zum Drittligisten Oranienburg,
wohin er gleich den erfolgreichen Torjäger
Christoph Drescher mitnimmt. Co-Trainer
Marc Thiele trainiert nun die Spieler vom
1. VfL Potsdam. Nachfolger werden
Silvion Krause und Steffen Schiecke. Für
ausscheidende Spieler konnte Präsident
Norbert Jäger aus Oranienburg
Sascha Klimzcak abwerben. Vom
Ludwigsfelder HC wechselt Florian
Bosdorf in die Baumblütenstadt, aus
Cottbus kommt Peter Kreuzberger.
Jugend-Trainer gesucht
Der Verein mit etwas über 200 Mitglieder
will sich nun verstärkt um junge Spieler
kümmern: „Das Problem ist, dafür
Übungsleiter zu finden. Die meisten von
uns sind ja berufstätig und arbeiten oftmals
weit entfernt. Kinder trainieren aber nicht
abends sondern nachmittags“, beschreibt
Präsident Norbert Jäger ein Problem, das
viele haben. „Wir versuchen nun,
Gymnasiasten und Sportstudenten für diese
Aufgabe zu gewinnen. Leider bedeutet dies
ständigen Wechsel!“ Zudem würde sich
der Verein über weitere handballfreudige
Frauen freuen, denn dann wäre der
Aufstieg dieser Mannschaft sicher
ebenfalls bald möglich!
Infos:
Tel. 01 74/3 49 02 94
www.handball-werder.de