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Wein vom Galgenberg
Stand Juni 2013
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Der Weg zum Panoramablick kann
ziemlich beschwerlich sein, besonders
wenn man keine Gummistiefel dabei
hat!

Diese Erfahrung blieb Manuela Saß nicht
erspart, als sie den exklusiven Blick in die
gerade probeweise gefüllten Becken der
neuen Blütentherme werfen wollte. Der
Gang durch zentimetertiefe Pfützen lohnte
sich, denn die für Tourismus und
Wirtschaftsförderung zuständige 1.
Beigeordnete der Stadt Werder wurde mit
einem herrlichen Panoramablick über die
Havel und das Entwicklungsgebiet Havel
auen belohnt.  
Neue Impulse
Darüber kann sich Manuela Saß natürlich
vielfach freuen. Die Blütentherme lässt
nun bereits die attraktive Badelandschaft
erkennen. „Sie wird sicher mit dazu
beitragen, dass unsere Stadt für Besucher
noch attraktiver wird“, freut sich die
oberste Tourismus-Managerin. Von hier
aus gibt es momentan einen herrlichen
Blick über die Havelauen. Im Sog der
Blütentherme ist das Areal dabei, aus dem
Dornröschen-Schlaf zu erwachen. Überall
recken sich Kräne in den Horizont, an
vielen Baustellen wird emsig gearbeitet.
„Hier entsteht ein neuer Stadtteil, der sich
nahtlos an die Innenbereiche anschließt.
Der Bahnhof ist nur wenige Minuten
entfernt“, schildert die
Beigeordnete die Vorteile.
Blick in die Zukunft
Als Chefin der städtischen
Wirtschaftsförderung freut sie sich über die
neuen Firmen, über die weitere Belebung
der vorhandenen Gewerbeflächen und die
Dynamik, die durch Eigenheime entsteht.
So gibt es hier nun eine Musterhaus-
Siedlung, die weit über die Stadt hinaus
Interessenten anzieht. „Das neue Viertel
wird dann mit einem Havel-Panoramaweg
abgerundet werden“, gibt sie einen Blick in
die Zukunft.  
Gute Zufahrt
Schon bei Dienstantritt hat Manuela Saß
sehr zur Freude von Bürgermeister Werner
Große betont, dass aus ihrer Sicht in der
Baumblütenstadt alles zusammenhängt.
„Besucher wünschen Attraktionen und eine
gute Erreichbarkeit, das gilt für
Wirtschaftsbetriebe ebenso“, hat sie
damals formuliert.
Da ist verständlich, dass sie sich nun sehr
freut, dass das Land endlich den Ausbau
der Eisenbahnstraße in Angriff genommen
hat. Die Baumaßnahmen erfolgen unter
erschwerten Umständen: „Um die
Belastungen für die Stadt niedrig zu halten,
wird auf einer Seite gebaut, die andere
Straßenseite steht ausschließlich den
Anliegern als Einbahnstraße stadtauswärts
zur Verfügung.“  
Weinbau mitten in der Stadt
Wenn man sich zum neu
angelegten Weinberg im Stadtzentrum
begibt und  die unauffällige Einfahrt zum  
Lindowschen  Haus am
Plantagenplatz gefunden hat, präsentiert
sich ein berauschendes Bild. Am
Galgenberg, der ja Christian Morgenstern
so fasziniert hat, wurde ein neues Weinfeld
angelegt.
„Es handelt sich hier um Werders älteste
Weinlage, die jetzt wieder belebt worden
ist. Damit können Besucher sehen, dass bei
uns mitten in der Stadt Wein angebaut
wird, wo gibt es das sonst?“ Das
Lindowsches Haus soll unter privater
Regie saniert werden und mit Gastronomie
einladen.
Vorhandenes erhalten
Obwohl die Baumblütenstadt bei
Besuchern sehr beliebt ist, ist Manuela Saß
nicht völlig zufrieden: „Die Gäste suchen
bei uns das Besondere, wollen unsere
Werderaner Spezialitäten erleben. Das
muss sich noch mehr ins Bewusstsein von
touristischen Anbietern einprägen“, regt sie
an.
Dass die Baumblütenstadt bei Besuchern
so gefragt ist, hängt mit vielen Reizen
zusammen. Dafür erhielt Werder 2002 die
Genehmigung, sich als „Staatlich-
anerkannter Erholungsort“ zu bezeichnen.
Nach gut zehn Jahren muss die Stadt nun
beweisen, dass sie das werbewirksame
Etikett immer noch mit voller
Berechtigung trägt: „Dazu müssen wir
keine neuen Angebote schaffen sondern
beweisen, dass wir in der Lage sind,
Vorhandenes zu pflegen und zu
erhalten“, nennt Manuela Saß wichtige
Aufgaben der Stadt für die nächsten Jahre.