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Auf der Insel klingt’s!

Stand Juni 2014

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Heiß her ging es im neuen
Brandenburger Landtag. Dafür sorgte
ausnahmsweise mal nicht die Politik,
sondern die Inselschule Töplitz!    

Die Klasse 6a war versammelt angereist,
um mit 15 Gitarren, einem E-Bass und
einer Solo-Geige, gespielt von Emily
Martin, Stimmung ins hohe Haus zu
bringen. Anlass war die Auszeichnung der
besten Schülerzeitungen des Landes im
März 2014.    

Hochrangiger Empfang

Die Töplitzer Musikklasse wurde
hochrangig empfangen. Neben
Landtagspräsident Gunter Fritsch nahmen
sich dessen Stellvertreterin Gerrit Große
sowie Bildungsstaatssekretär Burkhard
Jungkamp der Kinder an. Die
Töplitzer heizten dort mit der Titelmelodie
aus „Fluch der Karibik“, einer spanischen
Malaguena und weiteren Stücken ein. Der
erfolgreiche Auftritt ist eine willkommene
Bestätigung für das Experiment der
Inselschule. Dort wird für Schüler ab der
fünften Klasse in Zusammenarbeit mit der
Kreismusikschule die Möglichkeit
geboten, Gitarre zu erlernen. „Die
Teilnahme ist kostenfrei, die Instrumente
können gestellt werden“, so Musiklehrerin
und Vize-Schulleiterin Catrin Ramdohr,
die zusammen mit Gitarrenlehrerin Regina
Klieber für das Projekt verantwortlich ist.
„Die Kinder sollen in den zwei Jahren die
gängigen Akkorde lernen, sie sollen die
Grundlagen kennen und in der Lage sein,
im Ensemble mehrstimmig zu spielen“,
fasst Catrin Ramdohr die Zielsetzung
zusammen. „Damit lernen sie mehr, als in
der Musikschule in bezahlten Kursen in so
kurzer Zeit üblich ist“, nennt Regina
Klieber wichtige Vorteile.  

Immer die Nase vorne

Die Inselschule in Töplitz ist in Werder die
einzige, wo diese Möglichkeit so geboten
wird. „Dabei haben die Kinder die Wahl,
ob sie in eine normale Klasse oder in eine
Gitarrenklasse möchten“, weist
Schulleiterin Serina Wick darauf hin, dass
es „keinen  Zwang zur Musik“ gibt. Mit
diesem modellhaften Projekt nimmt die
idyllisch auf der Insel Töplitz gelegene
Grundschule erneut eine Vorreiterposition
ein. Sie war 2005 eine der ersten, die
Flexklassen einführte. Ein Jahr später
wurde sie „verlässliche
Halbtagsgrundschule“. 2009 entschied man
sich, am Projekt Inklusion teilzunehmen.
„Unter unseren 200 Kindern sind
mittlerweile 26 Schüler, die speziell
betreut werden müssen. Es geht in der
Regel um Lernbehinderungen, sprachliche
Schwierigkeiten oder um Sehstörungen
und emotionale Probleme“, gibt die
Schulleiterin Einblick. Die Integration läuft
aber dank Bemühungen aller und spezieller
Kurse für die Lehrer wie gewünscht
reibungslos ab. Seit 2012 ist die Schule in
einem wissenschaftlichen
Begleitprogramm mit dem Ziel, die
gewonnenen Erkenntnisse auf andere
Schulen zu übertragen.  

Großer Andrang

Obwohl Töplitz nicht riesig ist, ist die
Inselschule so beliebt, dass sie schon
wieder aus allen Nähten platzt. Deshalb
muss nun die Kooperation mit Potsdam auf
Eis gelegt werden. Bisher war die Schule
für Kinder aus Golm ebenfalls offen. „Jetzt
hatten wir aber mehr Neu-Anmeldungen
als wir aufnehmen konnten, obwohl wir
eine weitere, nunmehr vierte Flexklasse
eingerichtet hatten“, so Schulleiterin Serina
Wick. „Wir haben einfach zu wenige
Räume.“ Nun wird der Keller für den
Ganztagsbetrieb ausgebaut werden, damit
die Kinder mehr Platz bekommen.
Schließlich soll es nur musikalisch heiß
hergehen und nicht durch zuviel Gedränge
im Schulalltag.

Infos:
Tel. 03 32 02/6 02 34
www.inselschule-toeplitz.eu

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