Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2016!

Bürgermeisterin
Manuela Saß

Werder wird größer und jünger

Stand: Juni 2016

Die Baumblütenstadt wächst und wächst, doch wie viele Bewohner es exakt sind, weiß keiner ganz genau.

Denn wie oft klaffen die Daten der Stadt und des statistischen Landesamtes auseinander. Doch in jedem Fall ist klar, dass Werder dieses Jahr die Marke von 25 000 Einwohnern geknackt hat. Zu verdanken ist dieser Zuwachs in hohem Maße dem Entwicklungsschwung in den Havelauen.

Therme in Wartestellung
Die ursprüngliche Triebfeder, die geplante Therme, ist nach längerem Tauziehen zwischen Stadt und Investor nach einer einvernehmlichen Einigung aufgrund eines außergericht­lichen Vergleichs jetzt in der Hand der Stadt. „Das Gebäude ist mit funktionierender Technik ausgerüstet und kann über ein eigenes Blockheizkraftwerk versorgt werden. Wir haben ein Beratungsbüro beauftragt, das Empfehlungen erarbeiten soll, wie es weitergehen könnte. Ich bin der Meinung, dass wir als Stadt uns den Einfluss auf den reinen Bäderbetrieb sichern sollten. Allerdings ist es keine originäre Aufgabe einer Kommune, eine so aufwändige Anlage zu betreiben. Schließlich geht dies weit über eine normale Schwimmhalle hinaus“, äußert Bürgermeisterin Manuela Saß erste Vorstellungen. „Wir bekommen täglich Anfragen von Firmen, die gerne als Betreiber auftreten würden.“

Maritimes Flair
Der neue Schwung in den Havelauen ist allenthalben spürbar. Prunkstück ist die neue Hafenpromenade. Eine schmucke Brücke ver-bindet das Einfamilienhaus-Wohngebiet „An den Havel­auen“ mit dem südlichen Teil, der an der Phöbener Straße endet. Damit werden Einkaufen, Arztbesuch oder einfach Entspannen mit Blick auf die diversen Marinas stressfrei zu Fuß, per Fahrrad und gerne mit Kinderwagen möglich.

Familienfreundliche Stadt
Insbesondere Familien schätzen die neue Attraktivität. Das bedeutet erneut steigenden Bedarf an Kita-Plätzen. In den Havelauen gibt es bereits neue Möglichkeiten in privater Trägerschaft. Ergänzend sollen weitere 100 städtische Plätze für die Kleinen ab dem Krippenalter an der Adolf Damaschke Straße entstehen. „Da die Kinder mit der Zeit größer werden, müssen zudem die Schul-Kapazitäten erweitert werden“, gibt die Bürgermeisterin zu bedenken. Deshalb erhält die Carl-von-Ossietzky-Oberschule einen Anbau an den Grundschulteil.

Im Jubiläums-Fieber
Neben so „profanen“ Aufgaben fiebert man in der Stadtverwaltung dem Jubiläumsjahr 2017 entgegen. Die Kernstadt Werder und ihr Ortsteil Glindow feiern die 700-jährige Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung. „Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele dabei einbringen“, lädt Bürgermeisterin Manuela Saß ein. Dafür eignet sich insbesondere der Fest­umzug, wo die vergangenen Epochen plastisch zum Ausdruck gebracht kommen sollen. „Wichtiger Bestandteil werden Bilder mit historischem Bezug sein. Sie sollen von Bürgern, Vereinen, Schulen oder Kitas dargestellt werden. Wir als Stadt wollen dies unterstützen. Dafür haben wir beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem Fundus vom Filmpark Babelsberg vereinbaren können. Es hat ja nicht jeder zufälligerweise eine Ritterrüstung zu Hause“, so Manuela Saß.

Bismarckhöhe im Blick
Da man in Werder außerhalb des Jubiläumsjahrs ebenfalls gerne feiert, spielen die Höhen- gaststätten eine wichtige Rolle. So sucht die Stadt nun für die Bismarckhöhe einen professionellen Betreiber. Bisher wurden die Räume per Einzelvertrag vergeben. Unter den Interessenten ist „Wohlthat Entertainment“ aus Berlin, die seit langen Jahren für die erfolgreiche Durch­führung vom Baumblütenfest verantwortlich sind. Weitere Referenzen sind die Fanmeilen in Berlin, die Potsdamer Schlössernacht, die Berliner Silvesterfeier, das Fest zum Tag der Deutschen Einheit oder das Schlossfest in Pillnitz bei Dresden. Bereits an Pfingsten gaben die erfahrenen Veranstalter einen Einblick, wie attraktiv die Vor­zeigegaststätte von Werder werden könnte.