Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2016!

Kanarien
Maik Reschinsky
Telefon:01 73/4 19 33 27
Website:www.farbkanarienzucht.de

Gelbe Karte für Ferrari!

Stand: Juni 2016

Ein Werderaner zeigt Ferrari die „gelbe Karte“ und erntet damit anhaltenden Beifall!

Wenn Formel Eins angesagt war, dann konnte keiner Maik Reschinsky vom Bildschirm wegbringen. Wofür er den Daumen hielt, ist leicht zu erkennen: Eine ganze Flotte von knallroten Ferrari-Modellen spricht Bände. Doch seit kurzem ist Schluss damit. Der EDV-Fachmann zeigt den Königsroten die gelbe Karte, in Form von Vögeln! „Bei der Formel Eins ist mittlerweile doch alles vorhersehbar und langweilig“, lautet die Begründung. Seine neuen gelben Lieblinge hingegen haben ein ganz individuelles Eigenleben. Es handelt sich um meist knallgelbe Piepmätze, die sich im Obergeschoss des Eigenheims so wohl fühlen, dass sie fleißig für Nachwuchs nach Wunsch sorgen.

Junior bei Vögeln
Denn der Familienvater mit einer kleinen süßen Tochter hat sich auf Farbkanarien spezialisiert und ist jüngster Züchter weit und breit. „Das Durchschnittsalter liegt im Verein bei 53 Jahren“, schmunzelt der erst 40-Jährige. Im Gegensatz zu den lärmenden Automobilen faszinieren seine Schützlinge mit süßen Tönen. Besonders melodisch sind dabei die Jungs: „Damit sollen die Weibchen angelockt werden“, weiß Vogel-Fan Reschinsky. Weil die Geschlechtsbestimmung bei Vögeln schwierig ist, gibt die Musikalität einen wichtigen Fingerzeig! Maik Reschinsky schaffte es übrigens ohne Singen, mit Ehefrau Corinna Reschinsky zusammen zu kommen: „Wir haben uns während des Studiums in Berlin kennen­gelernt.“

Büro als Vogelparadies
Auf den Vogel kam der aus Burg in Sachsen-Anhalt stammende Programmierer per Zufall: „Ich sollte für einen Freund während seines Urlaubs seine Vögel hüten. Die kleinen Tiere haben mich so fasziniert, dass ich dabei geblieben bin“, wundert sich Maik Reschinsky selbst ein wenig. Aus zwei Vögeln wurden nun zehn Zuchtpaare. Für sie hat Reschinsky sein Arbeitszimmer im Obergeschoss „geopfert“. Der Grund: „Die Vögel sind lichtabhängig und kommen im Lebens­rhythmus durcheinander, wenn, wie in Wohnräumen, abends lange Licht an ist. Das Ziel der Zucht ist, möglichst perfekte Farbgebungen zu erzielen. Dabei lernt man, wie Vererbungslehre funktioniert“, so der EDV-Fachmann. Offenbar hat er dafür das nötige Fingerspitzengefühl. So wurde sein Prachtexemplar als „Rassesieger“ 20016 bei der Deutschen Meisterschaft ausgezeichnet.

Tierfreundliche Familie
Durch Maik Reschinsky ist in Werder also eine Kanarien­wiege entstanden. Krönung könnte eine Landesverbandsschau Berlin-Brandenburg werden, die Interessenten und Züchter aus beiden Bundesländern anziehen würde. Einziges Problem: „Wir suchen dafür noch geeignete Räumlichkeiten“, so der Werderaner. Übrigens ist bei Familie Reschinsky jeder tierlieb. So beschäftigt sich Corinna Reschinsky mit „Mongolischen Renn­mäusen“. Töchterchen Anne, die im Sommer letzten Jahres zur Welt kam, hat also die Wahl! Hemden bügeln ist mühsam und zeitaufwändig. Dabei kann man sich diese nervige Arbeit ersparen, denn im Familienbetrieb Herbst wird das perfekt mit Spezialmaschinen erledigt. Garderoben-Finisher und Kragen-Manschetten-Presse erreichen hohe Perfektion in Blitzeseile.