Stand Februar 2011
Neues Feuerwehr-Gebäude
Mit dem markanten Turm gehört die neue Feuerwache von Wildau zu den
Gebäuden, die architektonisch Zeichen im Technologiepark an der Ludwig Witthöft Straße setzen. „Uns ging es dennoch vorwiegend um die Zweckmäßigkeit“, berichtet Wildaus Gemeindebrandmeister Olaf Zdrankowski. „Der Turm
erfüllt gleich drei Aufgaben. Er dient uns zu Übungszwecken, wird zum Schlauch-Trocknen benutzt und ist außerdem Notausgang.“ Wildaus neue Feuerwache wurde pünktlich vor dem Winter, im Oktober 2010 fertig. „Das frühere Gebäude war sehr beengt, nicht mal sinnvolle Umkleidemöglichkeiten gab es. Selbst in der Fahrzeughalle herrschte Platzmangel“, so Wildaus Brandschutz-Verantwortlicher.
Modernste Ausstattung
Er kann sich nun über beste Bedingungen freuen. Dazu gehört eine hochmoderne Ausrüstung. So zeigt ein großes Display im Umkleideraum bei Alarmen die  Adresse grafisch auf einer Internet-Karte an. „Das optimiert die Orientierung“, so Zdrankowski. Sämtliche Lichter im Haus sind mit Bewegungsmeldern versehen und gehen daher wie von Geisterhand gesteuert an. „Das spart Strom und Kosten“, schildert der Gemeindebrandmeister. Die Freiwillige Feuerwehr von Wildau besteht aus 27 Aktiven. Der Frauenanteil hat sich auf drei Mitglieder verringert, „weil einige berufsbedingt wegzogen“, so  Olaf Zdrankowski. Dazu kommen zwölf Jugendliche, die sich darauf vorbereiten, Leben zu retten. Ganz zufrieden mit der Entwicklung seiner Truppe ist der Gemeindebrandmeister dennoch nicht: „Es gibt zu wenig Nachwuchs. Bei der Feuerwehr geht es unter anderem um Disziplin, das ist heute bei den Jugendlichen nicht immer gefragt.“
Kooperation mit Miersdorf
Ein weiteres Problem ist, dass einige Feuerwehrleute zu weit entfernte Arbeitsplätze haben und deshalb im Alarmfall nicht so schnell wie nötig an der Feuerwache sein können. „Deshalb haben wir uns mit der Freiwilligen Feuerwehr von Miersdorf zu einer Stützpunkt-Feuerwehr zusammengeschlossen. Im Alarmfall
rücken bei Bedarf beide aus. Es gibt aber keinen Wettbewerb, wer als erster da ist“, so  Olaf Zdrankowski.
171 Einsätze
Die Wildauer Feuerwehr verfügt über insgesamt fünf Fahrzeuge und ein Boot. „Die Drehleiter wurde gerade generalüberholt.“ Das neue Feuerwehrgebäude bietet nun beste Voraussetzungen für die optimale Wartung. Sogar eine Waschhalle ist integriert. „Darin könnte man bei Bedarf ein weiteres Fahrzeug unterbringen“, so der Gemeindebrandmeister. Statistisch
gesehen heißt es etwa jeden zweiten Tag auszurücken. „2010 hatten wir 171 Einsätze. Davon waren 69 Brände, 104 Hilfeleistungen, zwölf Verkehrsunfälle und fünf Einsätze mit Verletzten!“ Spektakulärstes Unglück war der tragische Unfall eines polnischen Reisebuses am Schönefelder Kreuz im September 2010, bei dem 14 Personen ums Leben kamen. Dass die Wildauer Feuerwehr nun oft noch schneller an der Unglückstelle ist, verdankt sie neben den nunmehr optimierten räumlichen Möglichkeiten der neuen Südanbindung der Freiheitstraße an die Bergstraße. „Das bringt uns oftmals mehrere Minuten“, so Olaf Zdrankowski.
Infos: Tel. 03375/503030
www.feuerwehr-wildau.de
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