motor0455.tif
motor0280.tif

Neue Ära für Motor Wildau

Stand Februar 2013

dii.gif

Geht in Wildaus Sport nun eine neue
Ära an? Fast sieht es so aus, denn der
traditionsreiche Dachverein „Motor
Wildau“ hat sich für einen radikalen
Wandel entschieden.    

Bekanntlich kränkelt der einstmals größte
Verein der Gemeinde seit Jahren „kopflos“
vor sich hin. Nachdem Schwimm-
Olympiastar Frank Wiegand aus Zeuthen
2010 das Ruder aus der Hand gab, schaffte
es der Verein nicht mehr, zu einem
Vorsitzenden zu kommen. Wiegands
gewählter Nachfolger Wolfgang Laute trat
„aus Gesundheits-gründen“ zurück, noch
bevor er richtig angetreten war.  

Ewiger Zweiter

Übrig blieb Ludolf Sonnabend als „ewiger
Zweiter“. Doch 2012 eskalierten die
Probleme: „Die Schwimmer als größte
Abteilung spalteten sich ab, ebenso
Prellball. Der Jugendwart gab ebenfalls
auf. Es war endgültig klar, dass nun
Jüngere ran müssen. Ich bin mit 73 Jahren
dafür in der falschen Generation. Doch
niemand war dazu bereit.

Also machte ich einen Aufruf im Verein
mit der Ankündigung, Motor Wildau aus
dem Vereinsregister abzumelden, wenn
sich niemand für den Vorsitz bereit findet“,
gibt Ludolf Sonnabend einen Blick frei
hinter dramatische Ereignisse im Herbst
2012.

Retter in der Not

Die Katastrophe konnte gerade noch
vermieden werden. Als „Retter in der Not“
tauchte der Computer-Fachmann Carsten
Borowski wie die Phönix aus der Asche
auf.

Der langjährige Rettungsschwimmer will
nun mit aller Kraft Motor Wildau retten,
obwohl er bis vor Kurzem nicht mal
Vereinsmitglied war: „Mein 16-jähriger
Sohn Christoph Borowski übt in der
Karateabteilung. Von dort aus wurde das
Problem an mich heran getragen. Ich
erklärte mich nach einigem Nachdenken
bereit. Man kann doch so einen
traditionsreichen Verein nicht einfach
zumachen“, erklärt der 49-Jährige seine
Überlegungen.

Hilfe von außen?

Doch Carsten Borowski denkt nicht daran,
weiterzumachen wie bisher. Er hat den
Hintergrund eines ständig geschulten
Kundenberaters beim Computerkonzern
Dell und will dieses Wissen in die Führung
des Vereins einbringen: „Heute geht es
nicht mehr darum, dass Sportler an der
Spitze sind, sondern dass Manager aktiv
werden. Bei einem so großen Verein geht
es erst mal um Geld, ums Akquirieren von
Fördermitteln, ums Organisieren.“

Deshalb hat er sich mit der Diplom-
Verwaltungswirtin Gabriele Gassner eine
Bekannte an seine Seite geholt, die
Erfahrung in der Vereinsführung angibt
und darauf verweist, dass sie seit 2011
„EU-Fundraiserin“ ist, sich also um Gelder
aus der großen und weit-verzweigten Kasse
Europas kümmert. Sie hatte bisher gar
keine Berührung mit Motor Wildau und
stellte nun erst mal einen Mitgliedsantrag.

Große Pläne

Nun hat der neue Vorstand große Pläne.
Der schwimmbegeisterte neue Kopf bei
Motor Wildau will natürlich schnell wieder
diese Disziplin im Verein mit anbieten.
Weil das mit Hallenzeiten im Wildorado
eng werden könnte, denkt er gleich mal an
einen neue zusätzliche Halle, die er mit
Sponsorengelder und EU-Mitteln ins Leben
rufen möchte. Ähnlich ambitioniert hört
sich der Plan an,

gleich noch zusätzlich eine neue
Sporthalle, natürlich privat finanziert, auf
den Weg zu bringen.

Realistischer klingen die weiteren Pläne:
„Unser Ziel wird sein, den SV Motor
Wildau auszubauen, damit er wieder einer
der größten Vereine der Region wird. Neue
Abteilungen könnten sich mit Triathlon
oder Bewegung und Tanz beschäftigen.“  

Chef auf Zeit?

Solche Pläne können Zeit brauchen, denn
erst einmal möchte Carsten Borowski
moderierend wirken um Konflikte im
Verein auszuräumen. Viel Zeit gibt er sich
allerdings nicht: „Ich sehe meine Tätigkeit
eher als Übergangslösung, um neue Leute
heran zuholen. Wenn die Mitgliederzahl
wieder erheblich ansteigt, wäre es ohnehin
an der Zeit, über ein hauptamtliches
Management nachzudenken!“

Infos: www.svmotorwildau.de