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Platzwunde.tif

Das antike römische Reich war ja
weltumspannend. Im Mittelalter war davon
wenig übrig geblieben. Dennoch entschied
man sich bei der deutschen
Erfolgsproduktion „Die Päpstin“ für
Marokko als einen Drehort. Eine
Wildauerin war in der heißen Wüste, um
dort für bleibenden Eindruck zu sorgen.    

Madlen Richter, 27, und heute
Mitarbeiterin im Spitzen-Salon Richel, war
bei der Aufsehen erregenden Produktion
von Erfolgsregisseur Sönke Wortmann als
Maskenbildnerin vor allem fürs Aussehen
der Statisten zuständig. „Da die nicht
filmerfahren sind, ist die Arbeit mit ihnen
noch schwieriger als mit Profis wie
Johanna Wokalek, die die Titelrolle
innehatte, zudem man weniger Zeit pro
Person hat“, erinnert sich Madlen Richter
zurück.  

Filmstudios in der Wüste

„Die Szenen, die im fertigen Film in Rom
spielten, wurden in Quarzazate gedreht.
Dort befinden sich Filmstudios, in denen
beispielsweise einer der Asterix-Filme und
einige berühmte Monumental- und Bibel
filme entstanden. Wir waren dafür
zuständig, Komparsen schmutzig, krank
und arm aussehen zu lassen. Da haben wir
mit Perücken und Bärten gearbeitet,
mussten Narben, Verbrennungen und
Hautkrankheiten auf Arme, Beine und
Gesicht auftragen“, erinnert sie sich an die
vier heißen Wochen zurück, in denen am
Stück in Marokko gedreht wurde.

Authentisches Mittelalter

Der Film erhielt viel Lob für die
authentische Gestaltung des Mittelalters,
was ohne echt aussehende Darsteller  nicht
funktioniert hätte. Er war an der Kinokasse
ein Erfolg und hatte in einer Langfassung
im „Ersten“ viele Zuschauer.

Ganz so heiß wie in Marokko geht es
naturgemäß nicht zu, wenn Madlen Richter
ihre Künste hierzulande zeigt, dafür
können ihr dabei der dreijährige Sohn und
ihr Lebensgefährte über die Schulter
schauen. Bei der Veranstaltung „90 Jahre
Wildau“ war sie dabei, als die Frisuren
gemacht wurden und beim „Tag der
Offenen Tür“ der Wildauer Feuerwehr
sorgte sie für „echt“ aussehende
Verletzungen.

Farbe für „Die Päpstin“

Stand Marz 2013

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