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Kicker träumen von neuer Flutlichtanlage

Stand Februar 2014

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Was wurden hier nicht schon für heiße
Schlachten ausgetragen!
 

Wildaus „Otto-Franke-Stadion“ kann
dieses Jahr das runde 60. Jubiläum feiern.
Dabei wollen die Fußballer von der „SG
Phönix Wildau“ mit ihrem neuen
Präsidenten dafür sorgen, dass sich bei dem
geplanten Fest alle wohl fühlen. Uwe
Gladrow ist ein Fußballfan, der den Verein
aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln
kennt. Der heute 55-jährige
Geschäftsführer eines in Waltersdorf
ansässigen Lebensmittelgroßhandels spielte
in jungen Jahren selbst. Seine Kinder
„erbten“ die Leidenschaft fürs runde Leder
vom Vater, so dass dieser dem Verein treu
blieb. Sohn Falco Gladrow spielt in der
erfolgreichen Männermannschaft von
Wildau. Rico Gladrow ist sogar in der
Regionalliga Nord aktiv.      

Gemeinsam feiern

Vater Uwe Gladrow ist seit über 15 Jahren
mit dabei und wurde 2013 zum Präsidenten
gewählt. Nun geht es um den
Stadiongeburtstag. „Es ist uns wichtig, dass
wir unsere Mitglieder und alle
sportbegeisterten Wildauer, die Stadt,
unsere Vereine,  die Schulen, Institutionen,
unsere Sponsoren und Sympathisanten mit
einbeziehen. Deshalb  befinden wir uns
hierzu aktuell noch in der Planung, um  den
besten Termin zu finden, wo wir unser
Jubiläum integrieren können“, so Uwe
Gladrow.

Grüne Wiese als Vorläufer                                                                                                                                      

Vorläufer des Stadions war ein
„Gemeindesportplatz“, der 1926 vom
damaligen Gemeindevorsteher Arthur
Rosenbaum eingeweiht wurde. „Das war
ein umzäunter Platz ohne Sanitär- und
Umkleideräume“, weiß Uwe Gladrow. Die
Fußballer mussten sich das Gelände mit
anderen Sportlern teilen. Während des
Krieges kam der Sportbetrieb zum
Erliegen, das Areal verwilderte. Später
wurde ein Kriegsgefangenenlager
betrieben.

Mit Heinrich Rau zum Stadion  

Erst als der „Schwermaschinenbau
Heinrich Rau“ sich als Trägerbetrieb für
den Fußball engagierte, war an ein Stadion
zu denken. Pünktlich zum „Kampftag der
Arbeiterklasse“ am 1. Mai 1954 konnte die
Anlage eingeweiht werden. Als
Namensgeber hatte man Otto Franke
gewählt. Der 1877 geborene Berliner hatte
im Verbund mit Karl Liebknecht die große
Antikriegsdemonstration am 1. Mai 1916
auf dem Potsdamer Platz in Berlin mit
organisiert. Nach Verfolgung durch die
Nazis, Emigration und Rückkehr nach
Deutschland wirkte er bis zu seinem Tod
1953 an der SED-Parteihochschule.

Gut gebaut!

Offenbar hatte man trotz der Materialnot
der Nachkriegszeit das Wildauer Fußball
stadion sehr hochwertig gebaut, denn der
Sanierungsbedarf war bisher überschaubar.
Wildau hat gemeinsam mit den Phönix-
Mitgliedern in den letzten Jahren schon
viel verändert und neu gestaltet. Nun ist
einer der Wünsche von Präsident Uwe
Gladrow, dass  bis zur Jubiläumsfeier die
Sanierungsarbeiten an Heizung- und
Sanitärtrakt sowie der Aschenbahn beendet
sind und die neue Flutlichtanlage auf dem
Nebenplatz steht.

Spitzenspiel gegen Borussia

Die Arena hat im Laufe der Jahre
herausragende Höhepunkte erlebt. So kam
1955 der westdeutsche Spitzenverein
Borussia Dortmund nach Wildau, der in
der Saison 1955/56 erstmals deutscher
Meister wurde. Mit einem Ergebnis von
10:1 war es den Wildauern damals
immerhin gelungen, zumindest einen
„Ehrentreffer“ gegen den übermächtigen
Gegner zu erzielen. „Leider regnete es an
diesem Tag, sodass nur 500 Zuschauer
kamen“, liest Jugendtrainer Manfred
Stöpper aus den Annalen.

Gut geschult

Heute können die Wildauer
Fußballverantwortlichen auf ihre Spieler
stolz sein. „Die Männermannschaft  wurde
2013 Herbstmeister und  steht auf dem 1.
Tabellenplatz in der Landesklasse  Mitte.
Die C-Jugend wurde Hallenkreismeister.
Unsere Stärke ist, dass wir immer auf
Nachwuchsausbildung geachtet haben und
daher mit eigenen Spielern erfolgreich sein
können“, beschreibt Manfred Stöpper, wie
er seit Jahren die Weichen für den Erfolg
stellt.  

Mädchen-Mangel

Allerdings, einen Wermutstropfen gibt es,
attraktive Mädchen sind nun leider nur
noch am Spielfeldrand als
Zuschauerinnen anzutreffen: „Leider hat
sich unsere Frauenmannschaft aufgelöst.
Einige waren aus beruflichen Gründen
weggezogen, andere hatten sich für Familie
und Kinder entschieden. Dazu kam der
Sprung aufs Großfeld, wo eine größere
Anzahl an Spielerinnen nötig war, die
leider nicht zur Verfügung standen. Das
Problem gibt es jedoch vielerorts, sodass
Brandenburg bei den Frauen die höchste
Spielklasse im Amateurbereich eingestellt
hat“, so Uwe Gladrow.

Beliebter Verein

Fußball hat jedenfalls in Wildau einen
hohen Stellenwert. Das zeigt, dass von den
300 Mitgliedern des Vereins 250 aktiv
spielen. „Das Altersspektrum geht bei uns
von vier bis 70 Jahre“, schmunzeln
Vorsitzender Uwe Gladrow und der
Jugendwart Manfred Stöpper. Er ist
natürlich zu Recht stolz, dass gar mancher
seiner „Schützlinge“, die im „Otto-Franke-
Stadion“ die Grundbegriffe von Fußball
lernten, nun in der Landesklasse und in der
Brandenburg-Liga spielen.

Infos:
www.phoenix-wildau.de
Tel. 01 74/9 10 50 62

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