Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2016!

Technische Hochschule
Professor László Ungvári, Professor Wilfried Arlt, Kurt Rabes, Steffen Reiche, Matthias Platzeck
Adresse:Hochschulring 1, 15745 Wildau
Telefon:0 33 75/50 83 00
Website:www.th-wildau.de

25 Jahre hochkarätige Hochschulbildung

Stand: März 2016

Das Jahr 2016 wird für die TH Wildau und die ganze Stadt ein wichtiger Grund, mal einen Blick zurück zu werfen: Die mittlerweile international gefragte Hochschule hat 25-jähriges Jubiläum!

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten, die von Veranstaltungen während des ganzen Jahres getragen werden, ist die Absolventenverabschiedung am 21. Oktober 2016. „Dies entspricht dem Jahrestag mit gerade mal einem Tag Unterschied zur Gründungsurkunde, denn die Hochschule wurde am 22. Oktober 1991 geboren“, so TH-Präsident Professor László Ungvári.

Schule in Abwicklung
1991 herrschte noch große Unsicherheit wie es mit dem riesigen Industriegelände des früheren Lokomotiv- und Schwermaschinenbaus und den dazu gehörigen Einrichtungen in Wildau weitergehen sollte. Die „Ingenieurschule für Maschinenbau“, kurz „ISM“, befand sich wie so vieles andere nach der Wende, „in Abwicklung“. Im Juni 1991 verabschiedete der Landtag von Brandenburg sein erstes Hochschulgesetz. In Wildau erkannte man die Chance. Bereits wenige Wochen später, im September 1991, begann in den Räumen der Ingenieurschule der akademische Studienbetrieb mit dem Studiengang „Maschinenbau“.

Unterricht vor der Gründung
Wie groß der Optimismus und das Bestreben weiterzu­machen waren, zeigt, dass es erst einen Monat später, am 22. Oktober 1991, zur „offiziellen“ Gründung der „Technischen Fachhochschule Wildau“ kam. Kurzzeitiger Gründungsbeauftragter bis Dezember 1991 war Kurt Rabes. Bis 1999 stand Professor Wilfried Arlt an der Spitze, dessen Nachfolge sein damaliger Stellvertreter Professor László Ungvári antrat.

Damoklesschwert abgewehrt
1996 drohte der jungen Fachhochschule das Aus. Der damalige Wissenschaftsminister Steffen Reiche verfügte, für das Wintersemester im Fachbereich Physikalische Technik keine Studierenden mehr aufzunehmen. Nach langem Tauziehen und mit Unterstützung von Politikern und Unternehmen wurde dies gekippt. Die TFH Wildau erhielt eine zukunftsweisende Entwicklungsperspektive. Bald schon wurden die früheren Räume der Ingenieur­schule an der Friedrich Engels Straße zu klein. Es folgte die Ausdehnung auf das frühere SMB-Gelände direkt am S-Bahnhof Wildau. Jahr für Jahr kamen neue Studiengänge hinzu. Die steigende Anzahl der Studenten war Beleg für den guten Ruf. 1997 konnte erstmals die Grenze von 1000 Studenten überschritten werden. Zwei Jahre später waren es doppelt so viele! Heute sind an der TH Wildau über 4000 Studierende, darunter fast 1000 aus rund 60 Ländern.

Mehr Strom
Neben Sport und Bildung ist dem Bürgermeister die Gesundheit ein wichtiges Anliegen. Deshalb freut es ihn, dass die Möglichkeiten im Gesundheitszentrum durch eine neue Praxis mit Magnetresonanz­tomograph, kurz „MRT“, erweitert wurden. Weil dies zu einem erheblich erhöhten Strombedarf führt, wurde ein eigener Trafo installiert. Wildau ist sich der überregionalen Funktion als Stadt also sehr bewusst. Das zeigt, dass man mit den Nachbarn eng zusammenarbeiten möchte. Schließlich gibt es viele Themen und Probleme, die Zeuthen, Schulzendorf, Eichwalde und Schönefeld mit betreffen.

Neuer Wind
Im Dezember 1999 wurde Professor László Ungvári zum Präsidenten gewählt. Seine Schwerpunkte praxisnahe Ausbildung im Zusammenwirken mit der Wirtschaft, Internationalisierung sowie angewandte Forschung und Technologietransfer wurden zu einem bis heute wirkenden Erfolgsrezept. Während viele Hochschulen Wissenschaft „aus dem Elfenbeinturm“ heraus isoliert betreiben, sah es der neue Präsident als wichtig an, bereits während des Studiums an das „Leben danach“ heranzuführen. So wurde im Jahr 2000 unter anderem eine „Firmenkontaktmesse“ gestartet, die heute als „TH Connect“ die größte Drehscheibe für Jobs und Karriere an Hochschulen im Land ist.

Brückenfunktion
Jahr für Jahr expandierte die Hochschule. Das beanspruchte zunehmend Raum, so dass sich immer mehr ehemalige Industriehallen mit neuem Leben erfüllten. 2007 waren es die Halle 10 und die Halle 14, 2013 die Halle 17. Zugleich entstanden attraktive Neubauten für die akademische Lehre und Forschung. Der alte Campus der Ingenieurschule wurde aufgegeben und einem anderen Bildungsträger zur Nutzung überlassen. 2005 wurde zudem eine „Kinderuniversität“ aus der Taufe gehoben, um spielerisches Interesse an Wissenschaft und Technik für spätere berufliche Weichen­stellungen zu wecken. Hinzu kamen Schüler-Ingenieur-Akademien und Schülerlabore.

Im Rampenlicht
2008 rückte der Campus bei internationalen Spitzen­managern ins Blickfeld: Ministerpräsident Matthias Platzeck lud im Rahmen der ILA zu seinem Regierungsempfang in die Hochschul­bibliothek ein. 2009 konnte traditionsbewusst „60 Jahre Ingenieurausbildung in Wildau“ gefeiert werden. Der Name änderte sich in „Technische Hochschule Wildau“. Mehr als 100 Millionen Euro haben das Land Brandenburg, der Bund und die EU in den neuen Standort der Hochschule investiert.

Neuer Name, neue Adresse
Das Studieren in Wildau ist bundesweit und international attraktiv geworden. Dazu gehören eine hohe Lebensqualität und Familienfreundlichkeit. Der Campus verfügt seit 2012 über ein modernes Wohnheim mit Appartements für fast 100 Studierende. Zudem wurde mit dem Umbau des Hauses 19 begonnen, wo eine Kindertages­stätte und ein Studentenclub entstehen werden. Seit 2009 trägt die Hochschule das Siegel der „Hertie-Stiftung“ als „Familiengerechte Hochschule“. Zur Lebensqualität gehört zudem, dass die TH Wildau sich als gesundheitsbewusste Hochschule profiliert. Dass Wildau seit April 2013 auf Beschluss der Landes­regierung die Bezeichnung „Stadt“ trägt, ist in nicht geringem Maße der Existenz und positiven Entwicklung der Hochschule zu verdanken. Endlich gibt es eine „repräsentative“ Adresse: Die TH Wildau ist zu ihrem 25. Jahrestag am „Hochschulring 1“ erreichbar!