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Pop-Musik und Fantasy-Bilder
Stand März 2012
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Was macht ein Schriftsteller, wenn er
gerade eine Eingebung hat, aber die
Gelegenheit zum Schreiben nicht da ist?
Die meisten würden dann wohl schnell
eine Notiz machen oder kurz auf Band
sprechen. Ein Zeuthener geht da andere
Wege und spitzt den Bleistift, um die
Idee mal schnell als Zeichnung
umzusetzen!

Schon als Kind ist Oliver Modisch gerne in
eine Fantasiewelt eingetaucht. Mittlerweile
ist der gelernte Industriekaufmann 38 Jahre
alt. Vor einem halben Jahr ist er Vater
einer kleinen Tochter geworden. Das hält
ihn aber keinesfalls davon ab, immer noch
von Fabelwesen zu träumen.  
Fabelwesen aus Kindheitstagen
Die sollen im Endeffekt als sein
Lebenswerk als „Ansha Epos“
veröffentlicht werden. Das Manuskript in
seiner Schublade ist mittlerweile auf 100
Seiten angewachsen, berichtet er. Das
wissen aber nur die Wenigsten. Stattdessen
machen ihn die „Abfallprodukte“ seiner
literarischen Arbeit immer bekannter. Denn
im Laufe der Jahre verselbstständigte sich
bei ihm die Lust am Zeichnen. „Allerdings
habe ich das immer nur im stillen
Kämmerlein gemacht und niemals daran
gedacht, diese Bilder auszustellen oder
anderen zugänglich zu machen“, erinnert er
sich, mittlerweile über sich selbst staunend,
zurück.    
Erwachen im Copy-Shop
Schlüsselerlebnis war, als ihn eine Frau im
Copy-Shop ansprach: „Sie war von den
Bildern völlig fasziniert, ich solle sie
unbedingt ausstellen.“
Wenig später stieß er auf
Gisela-Margret Obst vom Kunstfoyer. „Sie
wurde meine Mentorin, die mich erweckte
und mir Mut gab, mit meinen Bildern an
die Öffentlichkeit zu gehen“, ist Modisch
immer noch von der Vorsitzenden der
Gruppe fasziniert.    
Erotische Tänzerinnen
Die Folge waren Ausstellungen, unter
anderem im Volkshaus von Wildau, die auf
eine große Resonanz stießen.
„Erstaunlicherweise sind es oft Menschen,
die mit Science Fiction gar nichts zu tun
haben, die meine Bilder interessieren. So
sind es oft Ärzte, die meine Arbeiten für
ihre Wartezimmer ankaufen“, freut sich
Oliver Modisch über den beginnenden
Erfolg. Das mag sicher daran liegen, dass
seine Fabelwesen universelle Themen
ansprechen und tiefe Gefühle ausdrücken.
„Gerade Tänzerinnen faszinieren mich,
weil sie in gleicher Weise erotisch wie
sportlich, kraftvoll und ausdrucksstark
sind!“    
Traumwelten in Bild und Ton  
Die große Besonderheit von Oliver
Modisch ist, dass bei ihm unterschiedliche
Begabungen zusammenkommen. Seine
tiefen Gefühle und Empfindungen, seine
Traumwelten und der Zusammenprall mit
der Realität führen bei ihm zu einer
weiteren Verwirklichung in der Musik.
„Ich habe als 18-Jähriger das Gefühl
gehabt, Noten lernen zu müssen und eine
Musikausbildung mit Gesangsunterricht
begonnen. Zwei Jahre später konnte ich
symphonische Werke auf
Tasteninstrumenten spielen“, blickt er
zurück. Es kam zu einer Band, die er aus
Krankheitsgründen kurz vor dem
Durchbruch verlassen musste.  
Eigenwillige Kompositionen  
Daran anknüpfend verarbeitete er
Erlebnisse und Fantasien nun in
eigenwilligen Kompositionen, die
zwischen sphärischem Pop, einfallsreichem
Rock und Filmmusik oszillieren und
niemals Langeweile aufkommen lassen.
„Ich habe ein Reservoir an 70 Songs“, gibt
er Einblick in seine Schaffensfreude.
Leider passte auf seine CD „Mittags im
Café“, die im Jahresverlauf erscheinen soll
und erst mal in limitierter Auflage als
Vorveröffentlichung existiert, davon nur
ein geringer Teil.
Engelhafte Ehefrau  
Der Ausflug in die Klangwelten von Oliver
Modisch ist faszinierend. Dazu haben  die
Zeuthener Stefanie Frömmel und Nicke
Wagner sowie Ehefrau Astrid Modisch mit
beigetragen. Letztere kennen viele als
Sopran im hochkarätigen Kantatenchor.
Auf der CD spielt sie Querflöte und singt.
„Dort schwebt ihre Stimme engelhaft und
erinnert an alte keltische Weisen“,
schwärmt Oliver Modisch. Dennoch zeigt
die hauptberufliche Verwaltungsangestellte
wenig Intention, sich wie der Ehemann
ganz der Kunst zu widmen. Schließlich
muss jemand das Familieneinkommen
beisteuern, wenn Künstler Modisch
„Mittags im Café“ Eingebungen sammelt!