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Atemberaubende Effekte fürs große Kino

Stand April 2014

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Großes Kino braucht atemberaubende
Effekte! Ein Zeuthener zaubert Szenen
und Landschaften auf die „große
Leinwand“, die sonst selbst für teure
Hollywood-Blockbuster kaum möglich
wären!

Erik Lehmann schafft für Filme das
Unmögliche. Er sorgt für komplexe Wald-
und Felsenlandschaften, modelliert vom
Krieg zerstörte Städte oder „baut“
Flugzeuge und Autos, die er anschließend
spektakulär explodieren oder in den Fluten
versinken lässt. Mit seiner Arbeit ist der
27-Jährige für große
Hollywoodproduktionen gefragt, die
oftmals im Kino und später auf DVD und
im Fernsehen Millionen von Zuschauer
weltweit begeistern. Die Palette geht von
Kunstfilmen wie „Cloud Atlas“ bis zu
Comic-Adaptionen  wie „Iron Man 3“. Erik
Lehmann ist trotz junger Jahren bereits ein
bekannter Spezialist und erfahrener
Routinier in einem Bereich, der zunehmend
die Filmstudios erobert. Seine Faszination
fürs Medium Film hat er von Vater Henrik
Lehmann geerbt. Dessen Filmsammlung
mit Streifen „in so ziemlich jedem Genre“
ließ ihn nicht mehr los. Als er dann erste
Schritte mit der väterlichen Amateur
kamera machen durfte, war es völlig um
ihn geschehen.    

Film und Computer

„Wie jeder damals war ich zugleich vom
Computer fasziniert. Was lag also näher,
als beides zu verbinden? Die Rechner
wurden immer schneller und erschwing
licher. Damit war es möglich, mit
häuslichen Mitteln unheimlich viel filmisch
zu machen“, beschreibt Erik Lehmann, wie
er sich an sein Berufsziel heranarbeitete.
Der Zeuthener, der nach dem Besuch der
Miersdorfer „Grundschule am Wald“ in
Eichwalde aufs Gymnasium ging und dort
Abitur machte, ist vielen
Jahrgangskollegen noch mit seiner Kamera
vor Augen. Während andere Stift und
Block zückten, war Lehmann filmisch für
Schulprojekte im Einsatz.    

Zu jung für die Hochschule?

Die Idee, Regie zu studieren, gab er schnell
auf, als die Ludwigsburger Filmakademie
Baden-Württemberg ihm eine Abfuhr
erteilte, weil sie den Abiturienten mit 19
Jahren für zu jung hielt. „Ich hatte den
unbedingten Drang, etwas zu machen und
wollte mich nicht von einem Praktikum
zum anderen hangeln“, begründet er,
weshalb er sich sofort zu einer
gewerblichen Lehre im Filmschnitt
entschloss. Dass er sein Handwerk
insgesamt beherrscht, bewies er mit seinem
Kurzfilm „The Document“, wo er das Buch
schrieb, Regie führte und natürlich für
Schnitt und Effekte zuständig war. Mit
letzteren ist er nun für internationale
Produktionen im Einsatz.      

Digitaler Bildhauer

Denn Erik Lehmann hat sich darauf
spezialisiert, als „digitaler Bildhauer“
Szenen möglich zu machen, die ansonsten
die Budgets erheblich aufblähen würden
oder gar nicht möglich wären: „Ich
erschaffe am Bildschirm Körper,
Gegenstände, eben alles, was in
bestimmten Szenen oder im ganzen Film
gebraucht wird“, beschreibt der Zeuthener
seine ungewöhnliche Aufgabe.    

Anzug für „Iron Man“  

Besonders stolz ist er darauf, für „Iron Man
3“ am neuen Metallanzug des Superhelden
am Bildschirm „mitgeschneidert“ zu haben.
In „Cloud Atlas“ hat er das Flugzeug
modelliert, in dem Tom Hanks sitzt und es
in der Luft explodieren lassen. Für Halle
Berry hat er in dem Film den grünen VW
Käfer nachgebaut, mit dem sie in einen
Fluss stürzt.  

Unsichtbare Arbeit?  

Zu den Filmen, für die er tätig war, gehören
„Vorstadtkrokodile 3“, „X-Men: First
Class“ und mehrere Episoden der TV-Serie
„Borgia“. Er entwarf für „Die Reise zur
geheimnisvollen Insel“, hat bei „Hänsel
und Gretel: Hexenjäger“  und „After Earth“
mitgewirkt, „Star Trek Into Darkness“
seinen künstlerischen Stempel aufgedrückt.
„Das Ziel ist, dass die Effekte so perfekt
sind, dass sie die Zuschauer gar nicht
bemerken“, sagt er. Während also andere
gerade in der Filmbranche darauf erpicht
sind, vom Publikum wahrgenommen zu
werden, hat Lehmann gewonnen, wenn er
„unsichtbar“ ist.

Traum vom eigenen Spielfilm  

Verständlich, dass da die Lust,
wahrgenommen zu werden, steigt. Ob er
das bereits mit seinem  Erstlingsfilm „The
Document“ schafft? Immerhin war der
Film in der Short Film Corner auf dem
Festival in Cannes. Mit 15 Minuten soll
„Stranger“, das nächste eigene Filmprojekt,
bereits doppelt so lang werden. „Danach
müsste es allmählich an einen Spielfilm mit
normaler Länge gehen“, beschreibt der
Zeuthener seine Hoffnung. In den eigenen
Arbeiten geht er übrigens ganz klassisch
ans Werk: „Da gibt es kaum Effekte aus
dem Computer“, zeigt Erik Lehmann, dass
er Sinn für Abwechslung hat.

Kinderbett und Herd  

Das gilt nicht für jeden Lebensbereich.
Obwohl er beruflich viel unterwegs ist und
oftmals in den wichtigen Filmmetropolen
der Welt arbeitet, liebt er privat ebenfalls
das Reisen. Mit dabei ist dann sehr oft die
angehende Rechtsanwältin Beatrice Henße.
Ob die Reiselust unvermindert weiter
gehen kann, ist eher zweifelhaft, denn die
Familiengründung mit einem sehr heiß-
ersehnten Töchterchen steht kurz
bevor. Die Vorbereitungen laufen bereits
auf Hochtouren, Babyausstattung und
Kinderbettchen sind vorhanden. Dazu
kommt der Beruf, so dass die 26-Jährige
wohl eher auf das zweite Hobby von Papi
Erik Lehmann zurückgreifen wird: „Ich
koche sehr gerne, am liebsten asiatisch“,  
macht er Lust. „Das habe ich ebenfalls von
meinem Vater, denn der war Koch!“ Nun
muss die angehende Mutti stark hoffen,
dass Henrik Lehmann nicht weitere Gene
an seinen Sohn weitergab und dieser dann
ebenso wie der Vater ins ferne Kanada
auswandert, während die Familie hier
bleibt!

Infos:
www.eriklehmann.com
Tel. 01 76/62 98 55 38

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