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Neuer Kulturverein mit Platzproblemen

Stand April 2014

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Zeuthen hat eine modellhafte
„musikbetonte“ Gesamtschule und ist
ein Ort, in dem sich viele Künstler aus
unterschiedlichen Bereichen wohl
fühlen.

Zudem zieht die idyllische Gemeinde am
Zeuthener See viele an, die hier
Berlinnähe, Natur und ein reges
Gemeindeleben genießen wollen. Im neuen
Kulturverein Zeuthen kommen beide
Strömungen zusammen. Im Verein sind
bekannte Kulturschaffende wie Oliver
Modisch, Brigitte Hube-Hosfeld und Hans-
Peter Paprozki aktiv. Mit Ulrike Dolezal
und Dagmar Dudzik hat der Verein zwei
„Hauptstadtgirls“ aus der alten BRD-
Metropole Bonn an ihrer Spitze. Beide
vereint, dass sie sich beruflich mit Kunst
beschäftigt haben.    

Nachbarn in Bonn und Zeuthen

Vize-Vorsitzende Dagmar Dudzik hat
Kunstgeschichte, Anglistik und
Archäologie studiert, war dann aber als
Immobilien-Maklerin tätig, bevor die heute
dreifache Mutter vor 14 Jahren mit dem
Ehemann, der nach Berlin versetzt worden
war, nach Zeuthen kam.
Vereinsvorsitzende Ulrike Dolezal ist
gelernte Lehrerin für Kunst und Werken.
Sie war erst im Entwicklungs
hilfeministerium und dann als
Referatsleiterin im Bundesministerium für
Bildung und Forschung. Sie gilt als
Spezialistin für Medien und europäische
Fragen. Seit 2007 genießt sie als
umtriebige Ruheständlerin Zeuthen mit
Seeblick und um die Ecke von Dagmar
Dudzik.

Bindeglied

Der Verein sieht sich als Bindeglied
zwischen alt-eingesessenen Bewohnern der
Gemeinde und den vielen, die im Lauf der
Jahre dazu kamen. So gehören
unterschiedliche Persönlichkeiten wie
Hildegard Kutz, die in einem
Mobilfunkkonzern mit Sitzen in Berlin und
München für den Einkauf zuständig war
ebenso zum engeren Kreis wie die allen
bekannte Zeuthenerin Karola Kundmüller,
die den Literaturkreis leitet und gleich nach
der Wende bis zur Pensionierung bei der
Gemeindeverwaltung für Kultur zuständig
war. Mit dabei sind der renommierte Maler
Frank Beutel und der Physiker Jürgen Bähr
von DESY, wo viele Veranstaltungen des
Vereins stattfinden. Mit Norbert Dahnke
kann der Verein auf einen bewährten
Manager bauen, der fast 30 Jahre lang bis
zur Pensionierung 2008 das Ostberliner
Vorzeige-Kabarett „Distel“ leitete und
damit beste Kontakte in die Kulturszene
hat.

Interessante Mischung

Im Kulturverein Zeuthen trifft also geballte
Erfahrung auf großes Engagement. „Wir
wollen, dass rund ums Jahr in der
Gemeinde, in der wir alle leben und uns
wohlfühlen, Kultur in unterschiedlichen
Bereichen erlebbar ist. Es ist doch
widersinnig, dass wir in einer
Künstlergemeinde wie es Zeuthen ist,
immer nach Berlin müssen, um gute
Unterhaltung zu genießen“, umreißt Ulrike
Dolezal den Grundgedanken. Mit dieser
Idee konnte sie sehr schnell in Zeuthen
begeistern. Nach gerade einmal einem
guten Jahr des Bestehens ist der
Kulturverein wichtiger Bestandteil des
Gemeindelebens. Fast jeden Monat gibt es
eine hochkarätige Veranstaltung. „Wir
wollen Kultur im Verbund mit den bereits
vorhandenen Initiativen und Vereinen
präsentieren“, beschreibt Dagmar Dudzik
den Ansatz.

Wasser als Alternative

Allerdings plagt die „Macher“ ein großes
Problem: „In Zeuthen gibt es leider kein
Dorfhaus mit einem Veranstaltungsraum.
Wir müssen also jedes Mal suchen, wo wir
unterkommen können. Da ist es ein Glück,
dass uns DESY oft Platz gibt. Die
gemeindliche Mehrzweckhalle ist für uns
zu groß, der Seniorentreff mit der
verwinkelten Bauweise und ganz ohne
Bühne ziemlich ungeeignet“, bedauern die
Kulturmacher. Fantasievoll wie sie sind,
haben sie aus der Not eine Tugend gemacht
und laden 2014 bereits das zweite Mal zur
„Wasser Kultur Zeuthen“ auf die MS
Olympia ein.

Am 5. Juli jeweils um 11 Uhr, um 14 Uhr
und um 17 Uhr kann man „Musik, Literatur
und Kunst“ auf „schwankenden Brettern“
genießen.

Infos:
Tel. 03 37 62/82 07 11  
www.kulturverein-zeuthen.de

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