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Neues Theater kommt – aus Zeuthen. Von hier aus ist „Energy Surreal“ dabei, die „Bühnen der Welt“ zu
erobern.
Brigitte Hube-Hosfeld will mit ihrer ganz speziellen Inszenierung des „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal mit
einem beachtlichen Staraufgebot die von ihr „erfundene“ neue Theaterform von Zeuthen aus in Deutschland und später
in den umliegenden Ländern verbreiten.
Schwarze Bühne, bunte Inszenierung
„Körpersprache und Artikulation spielen bei uns eine bedeutende Rolle. Ich habe in Italien die Rolle und Wirkung der
Vokale studiert. Wir haben dazu ein Stück in mehreren Sprachen geprobt und die Wirkung verglichen“, bezeichnet die
Zeuthenerin einige der Hintergründe ihres neuen „einmaligen“ Theaters. Für den Zuschauer sichtbar steht hier eine
weitgehend schwarze
kastenartige Bühne. Außerdem sind die immensen Masken auffällig. Diese erlauben den Protagonisten, in die
unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen. Das gibt Raum für vielfältige Entwicklung der Beteiligten und spart Kosten!
Hochkarätiges Ensemble
Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin, die neben Deutsch- land insbesondere Italien eroberte und dort viele Preise
einheimsen konnte, hat das Mysterien-Stück über den Tod als Gerechter, der den Reichen wie den Armen gleich
macht, umgeschrieben und dabei auf den Kern reduziert. Das ermöglicht den Blick aufs Wesentliche und führt zudem
dazu, dass die Produktion
bezahlbar bleibt. So komprimiert, kann der „Jedermann“ aus Zeuthen selbst in kleineren Räumen überzeugen. Das
Ensemble zeichnet sich durch vielfältige Stars aus. Die Regisseurin ist zugleich für Bühnenbild und Maske
verantwortlich und „daneben“ unter anderem in der Hauptrolle des „Jedermann“ zu sehen. Die „Hosenrolle“ hat sie
bewusst gewählt, um die Figur ihrer „Geschlechtlichkeit“ zu berauben und sie damit der allgemeinen Aussage näher zu
bringen. Ihr zur Seite steht der bekannte Schauspieler Wolfgang Hosfeld. Er ist vielen als „Clown Hoppla“ aus dem
DDR-Kinderfernsehen ein Begriff. Darüber hinaus hat Hosfeld auf vielen Bühnen  und in diversen Filmen gewirkt.
Löwe aus Madagascar 4
Weiterhin mit von der Partie ist Hans-Peter Paprozki. Er ist ebenfalls aus dem DDR-Kinderfernsehen bekannt und
erinnert sich noch gut an die Puppenspielsendung „Spielhaus“, wo er dem Kosmonauten „Kniffo“ seine Stimme „lieh“.
Die Vorliebe, stimmlich in andere Rollen zu schlüpfen, ist ihm geblieben. So ist er gerade dabei sich als Löwe in
„Madagascar 4“ in die Herzen der Kinder zu „brüllen“. Andere kennen ihn als lustige Ratte aus der Comicverfilmung
„Teenage Mutant Ninja Turtles“. Daneben stand er auf vielen Bühnen, war im festen Ensemble vom Stadttheater in Hof.
Ebenfalls ein Begriff ist Alexander Hosfeld, der in die Fußstapfen der Eltern trat und aus diversen Fernsehkrimis
bekannt ist.
Klein genug für jede Bühne  
Für die Musik konnte die Crew die Zeuthener Jazzlegende Rolf von Nordenskjöld gewinnen. Der ungewöhnliche
„Jedermann“ aus Zeuthen besticht dadurch, dass die Schauspieler die Rolle entsprechend ihrem persönlichen
Empfinden körperlich umsetzen. „Mein neues Theater möchte das Unterbewusstsein auf die Bühne bringen“, erläutert
die attraktive Multi-Künstlerin ihren Ansatz für ein ganz neues überaus spannendes Schauspiel, das durch die
Minimalisierung optimal in unsere heutige Zeit der schmalen Kulturetats passt. Dass sie mit provokanten Themen
überzeugen kann, hat die kleine Truppe aus Zeuthen vorher mit ihrer mittlerweile deutschlandweit gefeierten
Interpretation über „Bonhoeffer“, den evangelischen Theologen, der den Nazis Paroli bot, bewiesen. Für die  Zeuthener
Version des „Jedermann“ gibt es bereits Einladungen an Theater in Stuttgart, München, Hamburg und Bocholt. Es sieht
also ganz so aus, als hätte das „neue Theater im Kopf“ aus Zeuthen gute Chancen, Trendsetter zu
werden. Premiere ist am 18. April 2015 in der Mehrzweckhalle in Zeuthen. Anschließend geht es auf Tournee.
Infos:
Tel. 01 73/3 20 57 78
www.brigitte-hube-hosfeld.de
Stand März 2015
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Theaterrevolution aus Zeuthen!
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